Der britische Tonträgerverband BPI hat die vorläufig bekannt gewordenen Zahlen zum ersten Halbjahr im UK-Markt präzisiert. Demnach schrumpften die Albumverkäufe insgesamt um 7,7 Prozent. Der Verkauf von CD-Alben ließ zwar um zehn Prozent auf nur noch 57,9 Millionen Exemplare nach, doch 2,1 Millionen Albumdownloads und ein Plus von 2,6 Prozent im Compilations-Markt hielten das Gesamtminus schließlich im einstelligen Prozentbereich.
Der neue Verbandschef Geoff Taylor konzedierte zwar den Rückgang, verwies jedoch darauf, dass die britische Branche heute etwa um ein Drittel mehr Alben verkauft als vor zehn Jahren. Die Longplay-Bestseller des ersten Halbjahres waren „Back To Black“ von Amy Winehouse, die Hitkopplung „Now 66“ und „Beautiful World“ von Take That.
Die robuste Konstitution des UK-Geschäfts zeigt sich vor allem im Singles-Segment, das dank starker Downloadverkäufe um 29,4 Prozent auf insgesamt 40,7 Millionen Einheiten zulegen konnte. Nach sechs Monaten ist indes klar: 90 Prozent aller Singles werden im Vereinigten Königreich in digitalen Formaten gekauft. 36,4 Millionen Songs waren es bis Jahresmitte – ein Zuwachs um 49,9 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006.
Beachtlich ist dabei auch, dass beim Downloadverkauf der Trend weggeht vom reinen Hit-Business. Nur ein Achtel aller Downloads im ersten Halbjahr waren Top-40-Titel. Von den online gut vier Millionen erhältlichen Songs wurden laut BPI in der letzten Juni-Woche 198.000 verschiedene Tracks gekauft. Die Singles-Bestseller waren Mikas „Grace Kelly“, „(I’m Gonna Be) 500 Miles“ von den Proclaimers und Rihannas „Umbrella“.






