Die US-Musikbranche verkaufte zwar im Jahr 2004 seit langem wieder mehr CDs, aber das größte Wachstum war bei digitalen Verkäufen festzustellen. Allein in der zweiten Jahreshälfte lagen die Zahlen beinahe um das Fünffache höher als 2003. Von Anfang Juli bis zum Jahreswechsel setzten die diversen Onlinehändler nach Informationen von Nielsen SoundScan 91,4 Mio. Titel ab. Im Vergleichszeitraum 2003 waren es lediglich 19,2 Mio. Songs. Weitere rund 50 Mio. Tracks verkauften iTunes, Napster & Co. in der ersten Jahreshälfte, sodass sich die Gesamtzahl der im Jahr 2004 verkauften Downloads auf 141 Mio. beläuft. Und obwohl sich Kunden beim digitalen Musikvertrieb ihre Lieblingstitel heraussuchen können, bleibt das Albumformat als Produktbündel offenbar weiterhin attraktiv: 5,5 Mio. Alben wurden in Form von Downloads gekauft.
Nimmt man nur einen Durchschnitt von zehn Songs pro Album an, dann hätten die Käufer digitaler Alben 55 Mio. Songs im Paket heruntergeladen – also 39 Prozent aller Downloadverkäufe. Besonders der Dezember trug zu den digitalen Zuwächsen bei. Allein in den letzten beiden Wochen des Jahres kauften Amerikaner 11,736 Mio. Songs. Insgesamt war das digitale Geschäft für 16,5 Prozent aller verkauften Einheiten des Jahres verantwortlich – im Jahr davor waren es erst 2,7 Prozent. Erfolgreichster Titel des Downloadjahres war „The Reason“ von Hoobastank mit 380.000 Verkäufen. Dahinter folgen „This Love“ von Maroon 5 sowie „Let’s Get It Started“ von den Black Eyed Peas.





