Recorded & Publishing

Download-Rekord bereits Grenze des Wachstums?

Ein Jahr nachdem die US-Chartsermittler von Nielsen SoundScan begannen, Downloadverkäufe systematisch zu erfassen, bricht das digitale Geschäft einen neuen Rekord. 2,6 Mio. Downloads in der vergangenen Woche überzeugen aber noch nicht jeden in der Branche.

Ein Jahr nachdem die US-Chartsermittler von Nielsen SoundScan begannen, Downloadverkäufe systematisch zu erfassen, bricht das digitale Geschäft einen neuen Rekord. 2,6 Mio. Downloads in der vergangenen Woche überzeugen aber noch nicht jeden in der Branche. Seit SoundScan im Juni 2003 mit der Erfassung begann, stieg die wöchentliche Verkaufszahl von zunächst 300.000 Titeln nach vier Monaten auf eine Mio. Tracks. Weitere drei Monate später durchbrachen die Downloads die Schallmauer von zwei Mio. Verkäufen pro Woche. Doch seither pendelt die Wochenstatistik von SoundScan zwischen 2,1 und 2,6 Mio. Songs. Skeptiker sehen bereits die Grenze des digitalen Wachstums erreicht. „Wir sind jetzt in einer fortgeschrittenen Phase des Digitalvertriebs angelangt“, meint Chris Bell, Director Product Marketing bei Apple. Die Kunden würden digitale Angebote bereits als Bestandteil des gesamten Musikspektrums wahrnehmen, pflichtet ihm Phil Quartararo, President von EMI Music Marketing, bei. Angesichts dieser Wachstumsdelle sehen sich Abonnementdienste wie Napster oder Rhapsody künftig im Vorteil: Individuelle Downloads seien eben nur für einen Teil der Musikfans interessant, argumentiert Roxio-Chef Chris Gorog. Doch BMGs amerikanischer Vertriebschef Jordan Katz warnt davor, von den Zahlen des ersten Jahres zuviel ablesen zu wollen: „Der Markt ist noch immer in der Entwicklung. Ich bin überzeugt, dass die Situation in fünf Jahren wieder völlig anders aussehen wird.“ Laut SoundScan hat die US-Branche in der ersten Jahreshälfte 50 Mio. Downloads verkauft, die magische Schwelle von 100 Mio. Titeln für das Gesamtjahr scheint realisierbar. Eine Stückzahl, die mit CD-Singles seit 1997 nicht mehr erreicht werden konnte.

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