Recorded & Publishing

Dossier: Onlinedienste im Steigflug

Um Piraterie zu bekämpfen, muss man nicht nach mehr attraktiven Angeboten rufen, sondern etwas gegen die Piraterie tun. Denn längst gibt es genug legale und attraktive Alternativen für Musikkonsum im Internet. Im MusikWoche-Diskurs zum Schutz der Urheberrechte kommen hier die digitalen Musikdienste zu Wort.

Immer wieder hört man in der Debatte, die Musikwirtschaft müsse sich attraktivere Geschäfts – modelle einfallen lassen. Doch auch ständige Wiederholung macht aus einem vorgeschobenen Argument keine Wahrheit: Der Vorwurf, es gebe keine attraktiven und fairen Alternativen zum illegalen Download, ist schlicht falsch. Denn es gibt sie ja längst, die legalen Alternativen für Musikkonsum im Internet. Solange aber illegale Kostenlosangebote locken, wird der Wettbewerb verzerrt, bleibt der Erfolg seriöser Geschäftsmodelle bedroht. Daher benötigen auch die legalen Angebote für Musik im Internet dringend bessere Rahmenbedingungen zur nachhaltigen Etablierung neuer Geschäftsmodelle – es geht um Schutz und Rückendeckung für legale Dienste, im Sinne aller Akteure der Musikindustrie. Mit diversen Initia – tiven thematisieren G+J Entertainment Media und MusikWoche seit einigen Monaten in der Branchenöffentlichkeit und gegenüber der Politik den Schutz des geistigen Eigentums. Zuletzt erhielten über 200 Politiker, die sich im Bundestag, in ihren Fraktionen oder in den Landtagen mit Medien – politik beschäftigen, Post von MusikWoche: In Heft21/2012 meldeten sich 36 Musiker und Verantwortliche aus der Kreativwirtschaft zu Wort und forderten die Politik auf, endlich Maßnahmen für eine zeitgemäße Durchsetzung der Urheberrechte zu ergreifen. Denn so notwendig der öffentliche Diskurs und eine breite gesellschaftliche Aufklärung über die künstlerischen und wirtschaftlichen Erfordernisse mit Blick auf einen besseren Schutz des geistigen Eigentums auch sind – letztlich steht eben doch der Gesetzgeber in der Pflicht, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine funktionierende Kreativwirtschaft zu gewährleisten. In dieser essenziellen Frage verstehen sich G+J Entertainment Media und MusikWoche als ergänzende Kommunikationsplattform und Sprachrohr für die Musikwirtschaft. Und deshalb kommen jetzt Verantwortliche aus dem digitalen Musikbusiness zu Wort. Auch ihre Statements werden an die Politiker weitergeleitet.

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