Recorded & Publishing

Dossier: Metal

Nicht zuletzt die Erfolge von Iron Maiden, Slayer und Blind Guardian, die sich mit ihren aktuellen Alben auf Rang ein, zwei und vier der Charts platzierten, zeigen deutlich, dass das Metal-Genre auch 2006 seine starke Position im nach wie vor rückläufigen Musikmarkt verteidigen konnte.

Grund zur Schwarzmalerei besteht gerade in der Metal-Szene nicht im geringsten. Es gibt keine andere Musikrichtung, des nach wie vor unter starken Erosionen leidenden Tonträgermarkts, die sich in den letzten Jahren gegen den Abwärtstrend so gut behauptet hätte. Im Metal-Bereich gelten nach wie vor eigene Spielregeln. Natürlich bekommen die Labels die Konsumzurückhaltung des Endverbrauchers, vor allem was Tonträger angeht, auch zu spüren, aber die vergleichsweise geringen Einbußen zeigen, wie stark die Fans zu ihren Bands halten. Ein Phänomen, das zwar bei anderen Stilrichtungen auch zu beobachten ist, aber nirgendwo in so konsequenter Ausprägung. Und genau das ist auch der Grund, warum quer durch die Metal-Szene niemand den Kopf in den Sand steckt und vom drohenden Ende einer Kultur spricht, sondern die meisten Labels im Gegenteil recht optimistisch in die Zukunft blicken. „Natürlich geht der Markt auch bei Metal runter“, erklärt Jens Prüter, Head Of A&R/Productmanagement bei Century Media. „Wenn ein Majorlabel im Popsektor 20 Prozent verliert, dann verlieren wir allerdings gerade mal fünf Prozent. Wenn man sich am Ende des Tages die Zahlen anschaut, dann kann man immer noch sehr zufrieden sein. Metal-Fans sind in der Regel wesentlich treuer und loyaler und wollen ihre Original- oder

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