Recorded & Publishing

Dopp glaubt an den Aufschwung

Bernd Dopp sieht gute Gründe, warum es in der Musikbranche demnächst wieder aufwärts gehen kann. Mobile Dienste und Digitalverkäufe werden für die Trendwende sorgen, so der Warner-President.

Bernd Dopp sieht gute Gründe, warum es in der Musikbranche demnächst wieder aufwärts gehen kann. Mobile Dienste und Digitalverkäufe werden für die Trendwende sorgen, so der President von Warner Music Germany. In seiner Rede beim 4. Kulturwirtschaftstag NRW verglich Dopp die Musikindustrie mit einem leckgeschlagenen Oceanriesen, der inzwischen näher am Trockendock als in 8000 Metern Tiefe liege. Auch wenn die deutschen Musikfirmen in den letzten vier Jahren über 40 Prozent ihres Markts verloren hätten, sieht er dennoch Chancen, dass der deutsche Tonträgermarkt der erste ist, der aus der Krise herauskommt. So habe zum Beispiel allein der Markt für Klingeltöne im laufenden Jahr mit einem Umsatzvolumen von 180 Mio. Euro positive Signale gesetzt. „Die Tatsache, dass die Kids heutzutage durchaus bereit sind, bis zu 2,50 Euro und mehr für einen Klingelton zu zahlen, führt die Diskussion um unsere CD-Preise ad absurdum“, so Dopp. Auch der digitale Verkauf werde zur Marktbelebung beitragen: „Der Onlinevertrieb wird aus meiner Sicht keine neue Handelsform sein – er wird der Handel der Zukunft werden.“ In seiner Rede zitierte Dopp auch aus einer Untersuchung der Investmentbanker von Merrill Lynch, die dem weltweiten Musikgeschäft in zehn Jahren einen Umsatz von 47 Mrd. Dollar prognostiziert – das wären rund neun Mrd. Dollar mehr als im Boomjahr 1998. Demnach würde der physische Markt dann nur noch 13 Mrd. Dollar beitragen.

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