Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der GEMA am 27. und 28. Juni hat der Deutsche Komponistenverband seine Mitglieder in Berlin zusammengerufen. Der der Verwertungsgesellschaft angeschlossene Verband verabschiedete auf der Tagung am 26. Juni ein Positionspapier, indem er auf die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Musikurheber hinweist und Forderungen an Politik und Medien stellt.
Besondere Beachtung schenkt das Papier der sozialen Situation der Urheber. Die Lage eines großen Teils der deutschen Komponisten bezeichnet der Verband als „alarmierend schlecht“. Deshalb fordert der DKV die Politik auf, bei der Novellierung des Urheberrechts in Deutschland wie in Europa die Interessen der Urheber hinreichend gegenüber denen der Verwerter von Musik zu berücksichtigen.
Der Verband ruft zudem die Bundesregierung auf, die UNESCO-Konvention zur kulturellen Vielfalt glaubhaft umzusetzen. An die Adresse der öffentlich-rechtlichen Medien richtet sich dabei die Forderung, den Anspruch der Konvention in den Programmen auch umzusetzen und ein umfängliches musikalisches Repertoire einschließlich der Werke lebender Komponisten zu senden. An die Länder schließlich geht der Appell, die musikalische Bildung in den allgemein bildenden Schulen stärker zu verankern.
Der DKV werde sich im Rahmen seiner internationalen Aktivitäten weiterhin für die Gründung eines europäischen Komponistenverbandes einsetzen, da nur gemeinsam vorgetragene Forderungen und Argumente in Europa genügend Gehör fänden. Insgesamt zeigte sich DKV-Präsident Manfred Trojahn zufrieden mit der Verabschiedung des Papiers: „Mit diesen Stellungnahmen können wir an Politik und Medien herantreten und die Forderungen der Musikurheber gezielt zu verbessern versuchen“, sagte Trojahn.






