Wegen steigender Kosten in diversen Bereichen wird das Internationale Dixieland Festival in Dresden im kommenden Jahr in abgespeckter Form über die Bühne gehen. Mehrere geplante Veranstaltungen sind bereits gestrichen, so das im Alten Schlachthof vorgesehene Eröffnungskonzert. Festivaldirektor Joachim Schlese sieht sich zudem zu einer Anhebung der Ticketpreise um ein bis zwei Euro gezwungen, „um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen“. Als konkreten Anlass für die Maßnahmen nennt Schlese die gestiegenen Benzinpreise, höhere Hotelkosten, steigende GEMA-Gebühren sowie die Mehrwertsteuererhöhung im nächsten Jahr.
Das Budget für die 37. Ausgabe des renommierten Festivals beträgt laut Schlese genau wie in diesem Jahr 800.000 Euro. Da keinerlei Fördergelder aus öffentlichen Kassen fließen, wird die Finanzierung allein durch den Kartenverkauf sowie über Sponsoren gedeckt, die bei der diesjährigen Ausgabe rund 350.000 Euro beisteuerten.
Trotz der finanziellen Probleme ist auch für 2007 ein attraktives Programm gesichert, und auch kostenlose Programmpunkte wie die Dixieparade oder die Final-Session auf dem Theaterplatz vor der Semperoper sollen bestehen bleiben. Für das Event vom 9. bis 13. Mai 2007 haben sich bereits mehr als 30 Acts aus 13 Ländern angemeldet, darunter der Österreicher Oscar Klein, Paris Washboard aus Frankreich, die Molnár Dixieland Band aus Ungarn und die Canamger Jazz Band mit Musikern aus Deutschland, den USA und Kanada.
Das Internationale Dixieland Festival in der sächsischen Metropole existiert seit 1971 und gilt als größtes Genre-Spektakel in Europa.





