Drei Neueinsteiger übernehmen in dieser Woche die Spitze der US-Albumcharts. Die Nase vorn hat eine weitere Veröffentlichung des Disney-Labels, das bislang ohnehin in diesem Jahr die Topseller hervorbrachte. Der Soundtrack zur TV-Serie „Hannah Montana“ brachte es in der ersten Woche auf 281.000 verkaufte Exemplare. Hauptdarstellerin der überaus erfolgreichen Disney-Serie ist Miley Cyrus, die Tochter von Country-Star Billy Ray Cyrus, der 1992 einen Hit mit „Achy Breaky Heart“ hatte und der auch in der Serie mitwirkt. Damit ist die Musikabteilung von Disney im laufenden Jahr eines der erfolgreichsten Labels des Landes.
Vor „Hannah Montana“ verkaufte sich bereits der Soundtrack zum „High School Musical“ wie geschnitten Brot und ist mit über 3,1 Mio. Einheiten momentan das bestverkaufte Album 2006. Obendrein setzte das Disney-Label Lyric Street von „Me And My Gang“, dem aktuellen Album der Country-Formation Rascal Flatts, mehr als 2,5 Millionen CDs ab. Darüber hinaus sorgten auch die Soundtracks zu „Cars“ und „The Cheetah Girls 2“ für eine beachtliche Bilanz. Neu auf Position zwei ist die Band My Chemical Romance, die von ihrem neuen Werk „The Black Parade“ auf Anhieb 240.000 Kopien verkaufen konnte. Damit bleibt für Grammy-Preisträger John Legend nur Rang drei. Sein zweites Album „Once Again“ rissen sich in den ersten sieben Tagen nach VÖ 231.000 zahlende Fans unter den Nagel.
Während die Top drei zusammen eine Dreiviertelmillionen Platten in einer Woche an den Mann brachten, muss sich der Rest der Charts-Spitzengruppe mit bescheideneren Zahlen begnügen. Justin Timberlake – mit „FutureSex/LoveSounds“ eine weitere Woche auf Platz vier – registrierte 89.000 Verkäufe. Evanescence rutscht von zwei auf fünf ab und findet dabei für „The Open Door“ 78.000 neue Fans. 69.000 verkaufte Exemplare von „Extreme Behavior“ befördern Hinder auf Rang sechs und Diddy wurde in der zweiten Woche nur noch 60.000 Kopien von „Press Play“ los – Position sieben ist die Folge. Tony Bennett ist Achter mit 53.000 Verkäufen seiner „Duets: An American Classic“, gefolgt von Nickelback, deren Dauerbrenneralbum „All The Right Reasons“ sich nach 56 Wochen in den Charts mit weiteren 49.000 Einheiten in den Top Ten zurückmeldet. An zehnter Stelle behaupten sich die Killers mit „Sam’s Town“. 47.000 Verkäufe genügten dafür.
Insgesamt ging es für den US-Tonträgerhandel in der Woche bis zum 29. Oktober ein klein wenig aufwärts. Die Zahl der verkauften Alben stieg im Vergleich zur Vorwoche um 1,7 Prozent auf 10,03 Millionen Einheiten. Verglichen mit der Entsprechungswoche des Jahres 2005 sind es sogar 5,1 Prozent mehr. Seit Jahresanfang setzte die Branche nunmehr 433,5 Millionen Alben ab – immer noch rund fünf Prozent weniger als zur gleichen Zeit vor einem Jahr.






