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Digitalradio soll zum Massenmedium werden

Das Geschäft mit Satellitenradio wird innerhalb der nächsten neun Jahre deutlich aus seiner bisherigen Nische herauswachsen, prognostizieren Marktforscher. Im Jahr 2014 werde bereits ein Sechstel der US-Bürger Digitalfunk hören und den Betreiberfirmen Umsätze in Milliardenhöhe bescheren.

Das Geschäft mit Satellitenradio in den USA wird innerhalb der nächsten neun Jahre deutlich aus seiner bisherigen Nische herauswachsen, prognostizieren die Marktforscher von Kagan Research. Im Jahr 2014 werde bereits ein Sechstel der US-Bürger Digitalfunk hören und den Betreiberfirmen Umsätze in Milliardenhöhe bescheren. Kagan rechnet damit, dass XM und Sirius bis dahin zusammen 46,8 Mio. Abonnenten haben werden. Die Einnahmen mit den digitalen Spartensendern werden dann 7,6 Mrd. Dollar erreichen.

Derzeit können die beiden Satellitenradiofirmen gemeinsam erst rund sieben Mio. zahlende Kunden vorweisen, die für einen kombinierten Jahresumsatz von wenig mehr als 300 Mio. Dollar (2004) sorgen. Als Hauptursache für das starke Wachstum sieht Kagan die zunehmende Verbreitung von Empfangsgeräten in vielen neuen PKWs. Schon heute gewinnt XM fast die Hälfte seiner Neukunden über die vorinstallierte Hardware in Neuwagen, bei Sirius beträgt diese Quote erst 25 Prozent.

Doch bis 2014 würden laut Kagan 75 Prozent aller neuen Abonnenten für die Digitalfunker aufgrund der Kooperationen mit Autoherstellern bei XM oder Sirius unterschreiben. Dennoch ist es für beide Firmen noch ein langer Weg bis zu schwarzen Zahlen: XM wird voraussichtlich frühestens ab Ende 2007 einen positiven Cashflow vorweisen können, bei Sirius ist erst ab 2008 damit zu rechnen.

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