Die Warner Music Group verbuchte im zweiten Quartal ihres laufenden Geschäftsjahres bis Ende März 2006 bei Umsätzen von 796 Mio. Dollar ein Plus von vier Prozent. Allein das Digitalgeschäft steuerte dazu bei 90 Mio. Dollar elf Prozent der Umsätze bei. Die Zuwächse im digitalen Bereich lagen bei 30 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres und bei 157 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Der operative Gewinn wuchs im Berichtszeitraum im Vergleich zum zweiten Vorjahresquartal um 67 Prozent auf 45 Mio. Dollar, der in der Warner-Bilanz als OIBDA geführte operative Gewinn vor Abschreibungen und Tilgungen wuchs um 18 Prozent auf 104 Mio. Dollar. Dennoch fiel unter dem Strich ein Nettoverlust in Höhe von sieben Mio. Dollar an. Mit Minus 0,05 Dollar pro Aktie liegt dieser Wert allerdings deutlich unter dem Minus von 0,28 Dollar aus dem Vorjahreszeitraum.
„Im ersten Jahr nach dem Börsengang steigerte Warner Music seine Umsätze, schnitt besser ab als der Gesamtmarkt und legte bei Marge und Marktanteilen signifikant zu“, fasste CEO Edgar Bronfman jr. zusammen. Mit offiziellen Statements zum potenziellen Zusammenschluss mit der britischen EMI Group hielt sich Bronfman hingegen zurück.
Im Tonträgergeschäft konnte Warner seine Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 676 Mio. Dollar steigern, der operative Gewinn wuchs um 33 Prozent auf 40 Mio. Dollar und das OIBDA um 13 Prozent auf 81 Mio. Dollar. 13 Prozent aller Umsätze im Bereich Recorded Music stammten aus dem digitalen Segment – 177 Prozent mehr als noch im Vorjahr.
Der Verlagsarm verbuchte dagegen bei Umsätzen von 129 Mio. Dollar ein Umsatzminus in Höhe von 16 Prozent; das im Mai 2005 verkaufte Notengeschäft und Währungseffekte herausgerechnet lag das Minus laut Warner allerdings nur bei drei Prozent. Operativer Gewinn und OBIDA bewegten sich derweil mit 32 Mio. Dollar bzw. mit 47 Mio. Dollar auf Vorjahresniveau.





