Auf dem Seminar „Video On Demand“ der MBA Media Business Academyprognostizierte Referent Ulrich Järkel, Senior Vice President Strategic Marketing Sony BMG, im laufenden Jahr für sein Unternehmen eine Wachstumsrate von 260 Prozent im Geschäft mit Mobile Music und digitalen Downloads. Der Anteil des non-physischen Segments am Gesamtumsatz werde sich von zwei Prozent 2004 auf vier Prozent verdoppeln. Für 2007 rechnet Sony BMG bereits mit zehn Prozent. „Wir haben Hoffnung, dass uns das Licht am Ende des Tunnels nach vorn führt“, so Järkel. Hauptproblem sei indes weiter die CD-Brennerei, was Järkel mit einem drastischen Zahlenbeispiel dokumentierte: „Sechs Milliarden Euro mehr Umsatz hätte die deutsche Plattenindustrie im letzten Jahr gemacht, wären alle illegal gebrannten Titel gekauft worden.“
Es gelte deshalb für die Musikindustrie, illegale Angebote zurückzudrängen durch Ausschöpfung aller juristischen Mittel mit der IFPI, Verbesserung des Kopierschutzes und Forcieren legaler Angebote: „Wir müssen dem Konsumenten unseren gesamten Katalog digital zur Verfügung stellen. Und jeder potente Partner, der ein gutes Modell vorweist, die Musik zu vertreiben, bekommt sie auch.“ Im Mobile-Business liegen laut Järkel erhebliche Wachstumschancen beim Streaming von Musikvideos und Comedy-Clips. Im Downloadgeschäft lobte der Strategic-Marketing-Experte die konstruktive Zusammenarbeit mit Musicload, für Apple hingegen als „stark US-zentriertes Unternehmen gibt es auf dem deutschen Markt indes noch einiges zu tun“.






