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Digitale Formate stützen schwache US-Jahresbilanz

Gemessen an den Verkaufszahlen im US-Tonträgerhandel wird die amerikanische Branche das Jahr 2005 vermutlich mit einem Absatzminus von knapp zehn Prozent beenden. Doch die deutlichen Zuwächse im digitalen Sektor dürften die Verluste etwas dämpfen.

Gemessen an den Verkaufszahlen im US-Tonträgerhandel wird die amerikanische Branche das Jahr 2005 vermutlich mit einem Absatzminus von knapp zehn Prozent beenden. Alle physischen Formate mussten zum Teil erhebliche Einbußen verkraften. Während CD-Alben mit einem Stückzahlenminus von knapp acht Prozent noch glimpflich davonkommen, schrumpften die Verkäufe der einst so hoch gehandelten Musik-DVD um 23 Prozent.

Doch die deutlichen Zuwächse im digitalen Sektor dürften diese Verluste etwas dämpfen. Laut Charts-Ermittler Nielsen SoundScan kauften amerikanische Musikfans bis Weihnachten 332,7 Mio. Downloads – das sind 148 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Woche bis zum 25. Dezember brachte mit 9,6 Mio. digital verkauften Songs sogar einen neuen Verkaufsrekord. Auch der Mobilbereich wird die an sich schwache Jahresbilanz etwas stützen: Die Marktbeobachter von Jupiter Research erwarten Klingeltonumsätze in Höhe von 602 Mio. Dollar, das entspräche einer Steigerung um 117 Prozent im Vergleich zu 2004.

Zusammen genommen käme das US-Digitalgeschäft somit auf gut 930 Mio. Dollar. Bei einem Gesamtvolumen des US-Musikmarkts von knapp zwölf Mrd. Dollar würden die Plattenfirmen mit digitalen Konfigurationen bereits rund acht Prozent ihrer Umsätze bestreiten.

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