Das kalifornische Start-Up-Unternehmen Digital Music Group (DMG) will am heutigen 2. Februar an die Börse gehen. Die Aktienemission am Nasdaq National Market soll der Firma geplante Einnahmen von 38 Mio. Dollar einbringen. Dieser Betrag ergibt sich zumindest aus dem erst am Vorabend fixierten IPO-Preis von 9,75 Dollar je Anteilsschein und der Ausschüttungsmenge von 3,9 Mio. Aktien. Die DMG wird an der Börse unter dem Kürzel DMGI geführt.
Der Digitalvertriebsdienstleister hatte seine Börsenpläne im Oktober 2005 bekannt gegeben. Seither entwickelten sich jedoch die Geschäftszahlen nicht sehr viel versprechend: In den ersten neun Monaten des DMG-Geschäftsjahres, das mit dem 30. September endete, verbuchte das im Februar 2004 gegründete Unternehmen einen Verlust von 1,2 Mio. Dollar bei Umsätzen von 256.000 Dollar. In ihrem Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC weist die DMG ihr Geschäftsmodell folgendermaßen aus: Man will die Rechte an vergriffenem Material, Backkatalogen, früheren Hits und Aufnahmen von Independentlabels erwerben, um sie als Großhändler Downloadanbietern wie iTunes, Napster, Rhapsody, MSN Music oder im Wal-Mart Music Store weiterzuverkaufen.
Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben im Moment über die digitalen Vertriebsrechte von rund 200.000 Titeln. 88 Prozent der Umsätze kommen aus den Verkäufen im iTunes Music Store. Zu den Topsellern zählen hauptsächlich Oldies von Fats Domino, The Archies, The Tams oder The Foundations. Die DMG-Tochter Digital Musicworks hat auch eigene Künstler unter Vertrag, deren Werke ausschließlich digital vermarktet werden.





