Der kalifornische Digitalvertriebsdienstleister Digital Music Group (DMG) will mit seinem geplanten Börsengang rund 33 Mio. Dollar einnehmen. Das Start-up-Unternehmen hofft auf einen Ausgabepreis von acht bis zehn Dollar pro Aktie und auf das Vertrauen der Investoren ins Downloadgeschäft. Insgesamt sollen voraussichtlich 3,7 Mio. Anteilsscheine an der Technologiebörse Nasdaq in den Handel gebracht werden. Ein Termin für den IPO steht indes noch nicht fest.
Die DMG hatte ihre Börsenpläne Anfang Oktober 2005 bekannt gegeben. Seither entwickelten sich jedoch die Geschäftszahlen nicht besonders viel versprechend: In den ersten neun Monaten des DMG-Geschäftsjahres, das mit dem 30. September endete, verbuchte das im Februar 2004 gegründete Unternehmen einen Verlust von 1,2 Mio. Dollar bei Umsätzen von 256.000 Dollar. In ihrem Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC weist die DMG ihr Geschäftsmodell folgendermaßen aus: Man will die Rechte an vergriffenem Material, Backkatalogen, früheren Hits und Aufnahmen von Independentlabels erwerben, um sie als Großhändler Downloadanbietern wie iTunes, Napster, Rhapsody, MSN Music oder im Wal-Mart Music Store weiter zu verkaufen.
Die DMG setzt bei ihren Börsenplänen auf die Wachstumsprognosen für den digitalen Musikvertrieb in den kommenden Jahren. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben im Moment über die digitalen Vertriebsrechte von rund 200.000 Titeln. 88 Prozent der Umsätze kommen aus den Verkäufen im iTunes Music Store. Zu den Topsellern zählen hauptsächlich Oldies von Fats Domino, The Archies, The Tams oder The Foundations. Die DMG-Tochter Digital Musicworks hat auch eigene Künstler unter Vertrag, deren Werke ausschließlich digital vermarktet werden.





