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Dieter Thomas Heck im Visier von Meier-Beer

Der Grand-Prix-Streit geht in eine neue Runde: NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer wehrt sich gegen die Kritik am neuen Grand-Prix-Konzept und nimmt vor allem Dieter Thomas Heck ins Visier.

Der Grand-Prix-Streit geht in eine neue Runde: NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer wehrt sich gegen die Kritik am neuen Grand-Prix-Konzept und nimmt vor allem Dieter Thomas Heck ins Visier. Heck kritisierte Anfang Dezember die neuen Regeln und erklärte, dass durch den Videoeinsatz des jeweiligen Songs bei Viva, der Schlager nicht mehr zum Einsatz kommen würde und hielt an der Tradition des Grand Prix Eurovision fest. „Dieter Thomas Heck sollte man dafür, dass er einen modernen internationalen Musikwettbewerb mit traditionellem deutschen Liedgut bestücken will, als Vaterlandsverräter bezeichnen“, wehrte sich Meier-Beer in einem Interview mit der „taz“. „Seine Leitkultur würde ebenso in die Niederlage führen, wie es Russland passiert wäre, hätte es voriges Jahr stalinistische Balalaikas statt T.A.T.U. entsandt“, konstatierte Meier-Beer. Für den renommierten Fernsehmacher steht fest, die Kooperation mit Viva sowie das neue Regelwerk sind die Voraussetzung, um beim Finale des Grand Prix auf einem der oberen Plätze mitzumischen: „Viva engagiert sich für solche deutsche Musikproduktionen, die in den nationalen Charts Chancen haben und zugleich dem internationalen Geschmack entsprechen.“ Dies seien genau die Kriterien, um die es beim deutschen Vorentscheid gehen müsse. Meier-Beer hat bereits Erfahrungen mit Kritik an seinen Reformen: Als er 1998 die deutsche Vorentscheidung für Comedy-Künstler wie Guildo Horn oder Stefan Raab öffnete, hagelte es zunächst auch Beschwerden – bis Meier-Beer mit beiden Künstlern hohe Positionen beim internationalen Finale erreichte.

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