Der Kampf gegen illegale CD-Kopien wird weltweit verschärft: Griechenland verklagt die Käufer illegaler CDs, Italien verabschiedet eines der strengsten europäischen Anti-Piraterie-Gesetze, und Kalifornien verlangt künftig von jedem, der Filme oder Musik übers Internet anbietet, eine gültige E-Mail-Adresse. Griechenland hat die höchste Pirateriequote in Westeuropa – rund zehn Mio. Raubkopien werden auf Griechenlands Straßen für durchschnittlich sechs Euro verkauft, sie kosten damit genauso viel wie im regulären Einzelhandel. Die Aussicht auf einen weiteren Anstieg der illegalen Verkäufe bei den Olympischen Spielen führt nun zu einem verschärften Vorgehen gehen Händler und Käufer von illegaler Ware. Über 1000 Händler wurden in den vergangenen Jahren strafrechtlich verfolgt, aber nun wurde erstmalig ein griechischer Tourist für den Kauf von zwei Raubkopien für drei Monate inhaftiert. „Bisher haben wir uns auf die Verkäufer konzentriert, aber sie werden normalerweise nur leicht bestraft und nehmen den Verkauf wieder auf, sobald sie entlassen werden“, stellt IFPI-Sprecher Ion Stamboulis fest. Die IFPI sei deshalb entschlossen, nun gegen die Käufer vorzugehen. Griechische Urlauber erhielten bereits Warnungen vor dem Kauf von Raubkopien. Auch das neue italienische Anti-Piraterie-Gesetz sieht empfindliche Geld- und Haftstrafen bei Urheberrechtsverletzungen vor. Das Strafmaß kann bis 1032 Euro und bis zu drei Jahren Haft betragen. Dabei wird die strafrechtliche Verfolgung bei Copyright-Delikten nun auch auf Nutzer ausgeweitet, die finanziell nicht von der Tat profitieren, etwa wenn sie Dateien nur tauschen. Allerdings soll die Höhe des Strafmaßes vom Senat nochmals diskutiert werden. Die grüne Senatorin Fioretto Cortiana hatte das Gesetz als falsch abgelehnt, weil es „ganz gewöhnliche Menschen“ kriminalisiere. Das Gesetz sehen Insider vor allem als Ergebnis des Drucks von seiten der Filmindutstrie, die in P2P-Aktivitäten eine große Gefahr ausmacht. Auch die USA verschärfen den Kampf gegen illegale Film- und Musikverbreitung durch neue Regelungen. Kalifornien verabschiedete ein Gesetz, nachdem jeder, der online Filme oder Musik vertreibt, eine gültige E-Mail-Adresse angeben muss. Bei Zuwiderhandlungen können Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr und Geldstrafen in Höhe von bis zu 2500 Dollar verhängt werden.
Die Luft für Piraten wird dünner
Der Kampf gegen illegale CD-Kopien wird weltweit verschärft: Griechenland verklagt die Käufer illegaler CDs, Italien verabschiedet eines der strengsten europäischen Anti-Piraterie-Gesetze, und Kalifornien verlangt künftig von jedem, der Filme oder Musik übers Internet anbietet, eine gültige E-Mail-Adresse.





