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Die Fantastischen Vier wollen gegen Sony BMG klagen

Zwischen den Fantastischen Vier, Four Music und dem sich derzeit formierenden Konzern Sony BMG herrscht offenbar dicke Luft. Die Wegbereiter des deutschen HipHop wollen partout nicht mehr mit ihrem langjährigen Partner zusammenarbeiten.

Zwischen den Fantastischen Vier, Four Music und dem sich derzeit formierenden Konzern Sony BMG herrscht offenbar dicke Luft. Die Wegbereiter des deutschen HipHop wollen partout nicht mehr mit ihrem langjährigen Partner zusammenarbeiten. Nach Informationen des „Spiegel“ gab es zwischen den Bandmitgliedern und Sony Music bereits seit Mitte der 90er-Jahre immer wieder Konflikte, sodass Fanta4-Manager Andreas „Bär“ Läsker nun konstatiert: „Wir können es uns einfach nicht vorstellen, weiter mit diesem Musikkonzern zusammenzuarbeiten.“

Mit Four Music, dem Label, das die Band vor Jahren gegründet hatte und das im vergangenen Sommer mehrere Alben in die Top Ten hievte, hat Sony BMG ab Januar 2005 schon einen wichtigen lokalen Repertoire-Lieferanten verloren. Die Inhaber zogen es vor, künftig mit Universal Music zu kooperieren. Die Fantastischen Vier selbst sind indes per Labeldeal an Columbia gebunden und stehen laut „Spiegel“ noch drei weitere Alben lang in der Pflicht. Diese wollen sie jedoch nicht erfüllen: „Diese Firma hat über Jahre ihre Pflichten gegenüber der Band in unverantwortlicher Weise vernachlässigt und kann mit ihr nicht umgehen“, gibt sich Four-Music-Geschäftsführer Fitz Braum unversöhnlich. Nun soll eine Klage dem Vertrag ein vorzeitiges Ende machen. Man habe bei Four Music eine Vielzahl von „konkreten Verfehlungen“ zusammengetragen, um nun eine Vertragsauflösung erzwingen zu können, sagte Braum.

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