Die Regierung unterschätze allerdings die Schwierigkeiten der Durchsetzung des Urheberrechts im Internet und auch die Folgen des gegenwärtigen legalen Kopierens. „Die Bewertung, die Musikwirtschaft habe keine kulturpolitische Motivation, ist unzutreffend“, so Schaefer. Außerdem fehlten der Regierung Kenntnisse außerhalb der Verbände. „Unsere Kritik sollte zurückhaltend und punktuell erfolgen“, meinte er. Zudem bezeichnete Schaefer die Position der Regierung als „indifferent“.
Für den Rechtsrahmen zur Privatkopie und zum Kopierschutz, der im nächsten Jahr zu finden sein wird, habe die Regierung „noch keine Leitlinie“ erkennen lassen. Die Union habe zum Ausdruck gebracht, dass sie sich um die Belange der Musikbranche kümmere, und dass sie sich auf eine differenziertere Debatte zwischen Bundesregierung und Opposition vorbereite. Der Bundestag wird demnächst über diese Fragen debattieren.
Allerdings habe sich auch durch die politische Initiative der Union für die Branche etwas geändert: „Die Sensibilität für unsere Themen hat sich Partei-übergreifend erhöht“, meint Schaefer. „Das Thema Popmusik ist auf eine politische Bühne getragen worden, und wir haben dadurch künftig mehr Anknüpfungspunkte, weil nun mehr Parlamentarier im Bilde sind.“





