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Diddy drückt auf „Play“ und wird Erster

Neun Jahre nach seinen Debüt schafft es Sean „Diddy“ Combs erstmals wieder auf Rang eins der US-Charts. Dass er dabei das niedrigste Erstwochenergebnis seiner Karriere verbucht, beleuchtet ein weiteres Mal den aktuellen Zustand des Markts.

Neun Jahre nach seinem Debüt schafft es Sean „P. Diddy“ Combs erstmals wieder auf Rang eins der US-Charts. Dass er dabei das niedrigste Erstwochenergebnis seiner Karriere verbucht, beleuchtet ein weiteres Mal den desolaten aktuellen Zustand des weltgrößten Tonträgermarkts. 170.000 verkaufte Exemplare von „Press Play“ reichen dem ehemaligen Puff Daddy und P. Diddy für die Spitzenposition. Von diesem Neueinstieg unbeeindruckt hält Evanescence Position zwei mit weiteren 112.000 Kopien von „The Open Door“, gefolgt vom Pop-Teenager JoJo, die von „The High Road“ in der ersten Verkaufswoche 108.000 Einheiten absetzte.

Platz vier geht an Justin Timberlake, der mit 99.000 Verkäufen von „FutureSex/LoveSounds“ drei Ränge gutmacht. Country-Jungstar Dierks Bentley fand auf Anhieb 82.000 Käufer für sein neues Werk „Long Trip Alone“ und steigt damit an fünfter Stelle ein. Dabei bleibt er nur 3000 CDs vor Rod Stewart, der in der zweiten Woche mit „Still The Same … Great Rock Classics Of Our Time“ auf Platz sechs abrutscht. Hinder klettert dafür langsam aber stetig weiter: „Extreme Behaviour“ holt mit weiteren 76.000 Verkäufen zwei Plätze auf und rangiert nun auf der Sieben.

Achter ist Ruben Studdard, Sieger der zweiten Staffel von „American Idol“. Sein drittes Album, „The Return“, wollten in der ersten Woche nach VÖ 71.000 Fans haben. Somit bleibt für Tony Bennett nur noch Position neun – die „Duets An American Classic“ überzeugten nur noch 68.000 neue Käufer. Und die Killers müssen mit ihrem zweiten Album bereits nach drei Wochen auf dem Markt um den Verbleib in den Top Ten kämpfen. Mit 62.000 Verkäufen von „Sam’s Town“ gelingt das der Band aus Las Vegas gerade noch.

Unterm Strich beendete der US-Handel am 22. Oktober wieder einmal eine schwache Verkaufswoche. Insgesamt setzte die Branche 9,86 Millionen Alben ab. Das sind 2,3 Prozent weniger als in der Woche davor und als in der gleichen Woche des Jahres 2005. Der Absatz seit Jahresanfang summiert sich damit auf 423,5 Millionen Alben – rund fünf Prozent weniger als vor einem Jahr.