Im Ranking der weltweit umsatzstärksten Tonträgermärkte lag Deutschland erneut auf dem vierten Platz. Die fünf größten Absatzmärkte der physischen Welt waren nach der Jahresanalyse 2005 des Branchendachverbands IFPI auch im Digitalgeschäft spitze.
In den USA setzte der Einzelhandel 12,27 Mrd. Dollar mit Musik um, der Großhandelsanteil daran betrug 7,012 Mrd. Dollar. 9,1 Prozent oder 636 Mio. Dollar entfielen auf das digitale Geschäft. Damit verfügte der US-Markt über einen Weltmarktanteil von 33,7 Prozent. Rang zwei belegte Japan mit 17,9 Prozent Anteil und 3,718 Mrd. Dollar Großhandelsumsatz (5,45 Mrd. Dollar VK-Wert) sowie einem Digitalgeschäft im Wert von 278 Mio. Dollar (7,5 Prozent). Weltweit an dritter Stelle folgten die Briten mit 10,4 Prozent Marktanteil, einem Großhandelsvolumen von 2,162 Mrd. Dollar (VK: 3,45 Mrd. Dollar) und einem Digitalbereich mit 69 Mio. Dollar (3,2 Prozent).
Die deutsche Musikbranche, die ihr Geschäftsjahr bereits vor zwei Wochen bilanziert hatte, wird im IFPI-Jahresbericht an vierter Stelle geführt. Der Grohandelsumsatz betrug 2005 hier zu Lande 1,457 Mrd. Dollar oder 1,166 Mrd. Euro. Die damit erzielten Einnahmen im Handel rechnet die IFPI auf 2,211 Mrd. Dollar bzw. 1,769 Mrd. Euro hoch. Somit ergab sich für das deutsche Musikbiz ein Weltmarktanteil von 7,0 Prozent. Das Digitalgeschäft in Deutschland erreichte im letzten Jahr mit 39 Mio. Dollar (31 Mio. Euro) Umsatz einen Anteil von 2,7 Prozent, zwei Drittel dieser Erträge stammten aus dem stationären Downloadbereich, der Rest aus dem mobilen Segment. Fünftgrößter Markt mit sechs Prozent des Kuchens ist weiterhin Frankreich dank Umsätzen von 1,248 Mrd. Dollar (VK: 1,99 Mrd. Dollar) und eines Digitalgeschäfts, das mit 28 Mio. Dollar immerhin 2,2 Prozent zur Bilanz beitrug.





