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Deutscher Komponistenverband fordert stärkere Zusammenarbeit

Am Vorabend der GEMA-Jahrestagung fand am 27. Juni die jährliche Mitgliederversammlung des Deutschen Komponistenverbands (DKV) in München statt. Als Kernaussage kristallisierte sich dabei die Absicht der Komponisten der Ernsten und der Unterhaltungsmusik heraus, zukünftig die Interessen stärker gemeinsam zu vertreten.

Am Vorabend der GEMA-Jahrestagung fand am 27. Juni die jährliche Mitgliederversammlung des Deutschen Komponistenverbands (DKV) in der Münchner Akademie der Schönen Künste statt. Als Kernaussage kristallisierte sich dabei die Absicht der Komponisten der E- und U-Musik heraus, einen engeren Schulterschluss zu suchen. „Die Bedeutung des Komponisten für die Gesellschaft wird eine zentrale Rolle in der Diskussion der nächsten Jahre spielen“, sagte Prof. Manfred Trojahn, Präsident des DKV. „Um den Musik-Autoren eine hörbare Stimme zu verleihen, müssen E- und U-Komponisten ihre Interessen bündeln.“

Themen waren ebenso die aktuelle Diskussion um das Urheberrecht und der vom Bundesministerium der Justiz vorgelegte Entwurf zum zweiten Korb. „Der Entwurf stellt einen Paradigmenwechsel im Urheberrecht dar“, meinte Verbands-Vizepräsident Jörg Evers. „Wir erleben hier eine Hinwendung vom Urheberrecht zu einem neuen Verwerterrecht.“ Der Vorstand des Deutschen Komponistenverbandes sehe in den vorgezogenen Neuwahlen zum Bundestag eine Chance, die Diskussion über das Urheberrecht neu aufzurollen und die Stellung des Urhebers darin wesentlich zu stärken.