Im Musikbereich wurden im Jahr 2006 in Deutschland mehr als 28 Millionen digitale Produkte verkauft. Laut Zahlen der Marktforscher von media control lag das Plus zum Vorjahr bei rund zehn Millionen Verkaufsvorgängen oder 48,16 Prozent.
25,9 Millionen Verkäufe entfielen auf Einzeltracks. Das bedeutet ein Plus von 48,41 Prozent im Vergleich zu den 17,5 Millionen Tracks aus dem Jahr 2005. Digitale Bundles in unterschiedlichen Konfigurationen steuerten laut Angaben aus Baden-Baden die verbleibenden knapp 2,1 Millionen Downloads bei, ihre Zahl wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent.
„Diese äußerst positive Entwicklung scheint 2007 anzuhalten“, heißt es bei den Charts-Ermittlern im Hinblick auf aktuelle Zahlen zum Jahrswechsel: „Der Dezember war der stärkste Einzelmonat. Mit 2,96 Millionen Downloads wurden die übrigen Monate deutlich übertroffen.“
Als Geschäftsführerin von media control analysiert Ulrike Altig die Marktentwicklung: „Die immense Zunahme ist auf die wachsende Verbreitung von MP3-Playern und anderen mobilen Endgeräten sowie die breitere Akzeptanz der Nutzer zurückzuführen.“ Besonders die neuen Multimedia-Handys würden verstärkt zum Track-Download genutzt.
Der mit 200.000 Einheiten bestverkaufte Titel war „‚ 54, ’74, ’90, 2006“ von den Sportfreunden Stiller, es folgten Texas Lightning mit „No, No Never“ und „Love Generation“ von Bob Sinclar und WM-Maskottchen Goleo. „Bei den Alben bestimmten nationale Künstler das Geschehen“, heißt es aus Baden-Baden. Vorn lagen Rosenstolz mit „Das große Leben“ vor Xavier Naidoo „Telegramm für X“, Monrose mit „Temptation“, „Laut gedacht“ von Silbermond und Roger Cicero mit „Männersachen“.






