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Deutsche Verbraucherschützer schließen sich gegen iTunes zusammen

Eigentlich war die Aktion der skandinavischen Verbraucherverbände gegen Apple im vergangenen Jahr schon fast vergessen. Doch nun erhalten die nordischen DRM-Gegner Schützenhilfe aus Deutschland und Frankreich.

Eigentlich war die Aktion der skandinavischen Verbraucherverbände gegen Apple im vergangenen Jahr schon fast vergessen. Doch nun erhalten die nordischen DRM-Gegner Schützenhilfe aus Deutschland und Frankreich.

Die Konsumentenvertreter in Norwegen, Schweden und Dänemark hatten sich im vergangenen Sommer massiv bei Apple darüber beschwert, dass Downloads aus dem iTunes Store aufgrund ihrer Inkompatibilität mit anderen Abspielgeräten als dem iPod gegen Wettbewerbsregeln verstoßen. Es wurde diskutiert, Apple hörte zu und war sogar zu minimalen Konzessionen bereit. Am Interoperabilitätsproblem des Apple-DRM FairPlay hat sich seither jedoch nichts geändert.

Nun versuchen die Verbraucherverbände einen neuen, größeren Anlauf. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die französische Organisation UFC Que Choisir haben sich nun mit der um die Finnen ergänzten Anti-iTunes-Front auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. „Verbraucher haben ein Recht, online gekaufte Musik auf Abspielgeräten ihrer Wahl spielen zu können“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Gemeinsam sei man stärker und dieses Vorgehen werde auch von Apple begrüßt: Wenn man in der Folge die Lizenzen für iTunes neu verhandeln müsste, dann verfüge eine geschlossene europäische Verbraucherkoalition über mehr Gewicht, um die Plattenfirmen zum Einlenken in ein liberaleres DRM-System zu bewegen, so das Kalkül.

„Für uns ist aber nicht klar, wie viel Verhandlungsspielraum iTunes gegenüber der Musikindustrie hat“, räumte vzbv-Sprecher Carel Mohn ein. Klein beigeben will man aber nicht: „Wir erwarten von Apple spürbare Fortschritte bei der Interoperabilität bis September 2007.“

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