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Deutsche Regierung will Interoperabilität in Europa durchsetzen

Nach den jüngsten Beschwerden europäischer Verbraucherschützer gegen die geschlossene Infrastruktur des iTunes-Musikshops übt nun auch Verbraucherminister Horst Seehofer Druck auf Apple aus. In einem Grundsatzpapier fordert sein Ministerium mehr Interoperabilität bei Musikdownloads.

Nach den jüngsten Beschwerden europäischer Verbraucherschützer gegen die geschlossene Infrastruktur des iTunes-Musikshops will nun auch Verbraucherminister Horst Seehofer Druck auf Apple ausüben. In einem Grundsatzpapier fordert sein Ministerium mehr Interoperabilität bei Musikdownloads.

„Verschiedene Systeme sollten miteinander kommunizieren und interagieren können, und die Nutzung von Inhalten sollte nicht an bestimmte Endgeräte oder Betriebssysteme gebunden werden“, zitiert die „Financial Times Deutschland“ aus dem Berliner Papier, das in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbraucherschutzverbänden entstand. Die so genannte „Charta für Verbrauchersouveränität in der digitalen Welt“ soll auf Initiative Deutschlands, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, auch in den europäischen Prozess eingebracht werden.

Spätestens im März, wenn die europäischen Verbraucherschützer zu Beratungen zusammentreffen, soll auch die Charta offiziell vorgestellt werden. Damit sieht sich Apple nun einer europäischen Front von DRM-Gegnern gegenüber. Zuvor hatten sich schon in den Niederlanden, Schweden, Finnland, Norwegen, Deutschland und Frankreich verschiedene Verbraucherverbände gegen die Nutzungsbedingungen im iTunes Store gewandt und ein gemeinsames Vorgehen angekündigt.

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