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Deutsche Musikbranche mit durchwachsenem ersten Quartal

Das deutsche Musikgeschäft verbuchte im ersten Quartal 2007 beim Verkauf von Tonträgern ein Umsatzminus von 2,3 Prozent und ein Absatzminus von 3,4 Prozent. Im Digitalgeschäft gab es dagegen laut media control stabile Zuwachsraten.

Das deutsche Musikgeschäft verbuchte im ersten Quartal 2007 beim Verkauf von Tonträgern ein Umsatzminus von 2,3 Prozent und ein Absatzminus von 3,4 Prozent. Die Verkaufszahlen von Alben sanken dabei um 1,2 Prozent, der Absatz physischer Singles brach mit Minus 19,1 Prozent erneut zweistellig ein. Positive Signale kamen derweil von der Musik-DVD: Das Format legte nach Umsätzen um 10,6 Prozent zu und nach verkauften Einheiten um 4,7 Prozent.

Im Digitalgeschäft gab es dagegen laut Angaben von media control stabile Zuwachsraten: In den ersten drei Monaten 2007 seien rund 8,6 Millionen Musikstücke legal heruntergeladen worden, heißt es aus Baden-Baden. Dies bedeute im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Mengenzuwachs um etwa 2,3 Millionen Downloads oder rund 36,5 Prozent. Den Hauptanteil daran hatten einzelne Track-Downloads: Knapp acht Millionen Verkäufe bedeuteten im Vergleich zu 5,8 Millionen Tracks im ersten Quartal 2006 ein Plus von 37,9 Prozent. Die Download-Bundles legten mit nun 600.000 Einheiten um 30,4 Prozent zu, im Vorjahreszeitraum waren es noch 460.000.

Weitere Zuwächse verspricht sich media-control-Geschäftsführerin Ulrike Altig im Zuge der laufenden Diskussion ums digitale Rechtemanagement: „Es ist davon auszugehen, dass der angekündigte DRM-Verzicht sowie die speziellen Angebote den Markt weiter beflügeln werden und dadurch das Wachstum anhalten wird.“

Die beiden seit Jahresbeginn meistverkauften Donwload-Tracks stammten mit „All Good Things“ und „Say It Right“ von Nelly Furtado, gefolgt von DJ Ötzi und Nik P. mit „Ein Stern (der deinen Namen trägt)“. Das erfolgreichste digitale Album war „12“ von Herbert Grönemeyer, gefolgt von „Loose“ von Nelly Furtado und „Not Too Late“ von Norah Jones.

Im physischen Markt lag bei den Alben erneut Grönemeyer mit „12“ vorn, bei den Singles war es „Ein Stern (der deinen Namen trägt)“ von DJ Ötzi und bei den DVDs verkaufte sich Mario Barth – Männer sind Schweine, Frauen aber auch! von Comedian Mario Barth am häufigsten.

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