Midem-Geschäftsführerin Dominique Leguern erwartet mehr als 2000 Fachbesucher und über 300 Unternehmen aus Deutschland zur 38. Midem in Cannes. Insgesamt erwarten die Midem-Macher mehr als 9000 Fachbesucher aus über 90 Ländern. Die Teilnehmerzahlen zeigen sich dabei laut Leguern unbeeindruckt von der Krise des Musikmarkts. Das mag u.a. daran liegen, dass die Midem auf die Absatzflaute im traditionellen Musikgeschäft reagiert hat, und Themen wie das Onlinegeschäft und die mobile Musikvermarktung in den Fokus rückt.
Mehr als 80 deutsche Firmen präsentieren sich im Rahmen des deutschen Gemeinschaftsstands. Vor allem die Präsenz der deutschen Klassik-Szene in Cannes soll gewachsen sein. Laut Dagmar Sikorski, Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbands (DMV), liegt dies u.a. an der international spürbaren Nachfrage nach klassischer Musik „Made in Germany“. DMV und GEMA wollen die Midem zudem in ihrem Kampf gegen die Piraterie als Plattform nutzen. Der GEMA-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Reinhold Kreile betont zudem, dass es von entscheidender Bedeutung sei, dass die GEMA als starke Gemeinschaft auftrete und weiterhin den Solidargedanken vor Partikularinteressen stelle: „Nur dann wird die deutsche musikalische Verwertungsgesellschaft jene unüberhörbare Stimme bleiben, die in Deutschland, Europa und der Welt ihren Einfluss geltend machen kann.“






