Die Zukunft der Entertainmentbranche liegt im breitbandigen Internet. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Deutschland Online 2 – Die Zukunft des Breitband-Internets“, die Nutzervorlieben und Unternehmensstrategien analysiert. Die wichtigsten Ergebnisse: Bis 2010 wird sich das Internet vom Informations- zum Unterhaltungskanal gewandelt haben. Das Marktvolumen der im Netz gehandelten Waren und Dienstleistungen wird sich bis dahin von derzeit 2,04 Mrd. Euro auf dann 9,89 Mrd. Euro nahezu verfünffachen. Zudem sollen in sechs Jahren rund 38 Prozent aller im Netz genutzten Inhalte kostenpflichtig sein. Zwischen 2007 und 2010 wird die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland die der herkömmlichen Zugänge überholen; für das Jahr 2010 seien 17 Mio. Breitbandanschlüsse zu erwarten.
Für die Vermarktung von Inhalten wie Musik bedeutet dies, dass der stationäre Handel weiter an Bedeutung verlieren wird. Für den Verkauf über das Netz sind demnach eine Reihe von Faktoren zu beachten: Geschwindigkeit der Downloads, Sortimentstiefe, günstiger Preis, umfassende Nutzungsrechte und Kompatibilität mit möglichst vielen Abspielgeräten. Laut „Deutschland Online 2“ wird die flächendeckende Verbreitung von Breitbandanschlüssen auch zu einer erhöhten Produktivität in den Unternehmen führen. Firmen, die konsequent die Möglichkeiten der vernetzten Technologie einsetzen, könnten damit ihre Produktivität bis 2007 um 76 Prozent, bis 2010 um 13,5 Prozent steigern.
Die Studie wurde am heutigen 16. November in der Berliner Bertelsmann-Niederlassung vorgestellt. Das Konzept stammt von Rainer Beaujean, Vorstandsvorsitzender der T-Online International AG, Rolf Schmidt-Holtz, Chairman von Sony BMG und Chief Creative Officer der Bertelsmann AG, und Dr. Bernd Wirtz, Universitätsprofessor und Vorstand des Instituts für Strategisches Management an der Universität Witten/Herdecke sowie Privatdozent für BWL an der Universität Zürich. Prof. Wirtz befragte im Rahmen der Untersuchung 134 Experten aus der deutschen Wirtschaft und Institutionen sowie 3036 Konsumenten.






