“Das erste Halbjahr zeigt, dass unsere Strategie greift“, sagte Alexis Lanternier, als er als CEO von Deezer am 28. Juli zu Börsenschluss an der Euronext in Paris die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 präsentierte: „Unser Direktgeschäft wächst weiter, die Profitabilität hat sich nachhaltig gefestigt, und unsere starke Finanzlage ermöglicht es uns, selbstbewusst in künftiges Wachstum zu investieren“, zählte Lanternier auf und verwies darauf, dass sich auch das sogenannte Partnerschaftsgeschäft stabilisierte habe – also der Bereich, wo das Deezer-Musikabo huckepack zum Beispiel über Mobilfunkanbieter vermarktet wird.
Bei den Erträgen gestaltet sich die Deezer-Bilanz im Vergleich zu den Vorjahren tatsächlich deutlich freundlicher: Nachdem das Unternehmen im Gesamtjahr 2025 mit acht Millionen Euro erstmals ein positives Nettoergebnis ausweisen konnte, steht nun zum Halbjahr ein Nettogewinn in Höhe von 6,7 Millionen Euro in den Büchern. Zur Erinnerung: Zum Halbjahr 2025 schrieb Deezer unterm Strich noch rote Zahlen und wies Nettoverluste von 7,6 Millionen Euro aus. Das EBITDA-Vorsteuerergebnis sprang derweil von 2,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 8,5 Millionen Euro im Zeitraum zwischen Anfang Januar und Ende Juni 2026.
Abseits der Erträge aber fällt die Deezer-Zwischenbilanz etwas durchwachsen aus: Die Umsätze des Unternehmens lagen über alle Sparten hinweg mit 268,2 Millionen Euro nur um knappe 0,4 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres – und das bei weltweit doch dynamischer wachsenden Einnahmen im Streaminggeschäft und im gesamten Musikmarkt.
Während das eigene Abonnement-Geschäft um 6,7 Prozent auf Umsätze von 185,2 Millionen Euro wuchs, ging es bei den sogenannten Partnerships um 7,6 Prozent runter auf 70,7 Millionen Euro, die unter „Others“ zusammengefassten Einnahmen gingen gar um 27,5 Prozent bergab auf 12,3 Millionen Euro.
Auch bei der Zahl der Abonnements ging es weltweit und über alle Sparten hinweg um 3,5 Prozent abwärts auf 8,9 Millionen. Das Direktgeschäft konnte allerdings um 8,7 Prozent auf 5,8 Millionen Zahlende zulegen, während der Wert im Bereich der Partnerships um gut ein Fünftel auf nun noch 3,1 Millionen nach unten ging.
Auch dank kürzlich bereits verkündeter Initiativen wie einem Remix-Feature oder erweiterten Maßnahmen in Sachen KI-Spam sowie einer Anfang Juli eingefädelten Partnerschaft mit der inzwischen bei einem Unternehmen in Belgien angedockten Marke Winamp, für die Deezer künftig eine Art White-Label-Lösung bereitstellt, blickt CEO Alexis Lanternier zuversichtlich auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres und verspricht eine „disziplinierte Umsetzung“ der eigenen Strategie: „Unsere Finanzkraft gibt uns die Flexibilität, im zweiten Halbjahr gezielt Investitionen zu erhöhen, während wir voll auf Kurs bleiben, unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2026 zu erfüllen.“






