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Death Row steht vor Konkurs

Musikalisch ist Death Row bereits seit einiger Zeit irrelevant. Nun droht dem einst so schillernden HipHop-Label auch noch das formale Aus. Sollte Gründer Marion Knight seine Vermögenswerte nicht vor Gericht offen legen, wird ein Konkursverwalter die Firma übernehmen.

Musikalisch ist Death Row Records bereits seit einiger Zeit irrelevant. Nun droht dem einst so schillernden HipHop-Label auch noch das formale Aus. Sollte Gründer Marion „Suge“ Knight seine Vermögenswerte nicht am 1. April persönlich vor Gericht offen legen, wird ein Konkursverwalter die Firma übernehmen. Knight wurde bereits wiederholt vom Richter aufgefordert, seine Assets unter Eid zur Einsicht frei zu geben, um einen Rechtsstreit zwischen dem Labelgründer und dem Ehepaar Harris beizulegen. Knight soll Death Row vor mehr als 16 Jahren mit Hilfe eines von Michael Harris gewährten Privatkredits in Höhe von 1,5 Mio. Dollar gegründet haben.

Lydia Harris, mittlerweile die Ex-Frau des angeblichen Geldgebers, hatte die ihr zustehenden Gewinnanteile des Labels eingefordert – es geht um 107 Mio. Dollar, die ihr ein Richter zugesprochen hatte. Knight bestreitet jedoch weiterhin, dass er Geld von Harris angenommen hat. Sein mutmaßlicher Geschäftspartner sitzt eine 28-jährige Haftstrafe wegen eines Drogendelikts ab und soll die Startfinanzierung damals aus seiner Zelle für Knight auf die Beine gestellt haben. Der HipHop-Magnat von einst kann schon seit Ende letzten Jahres nicht mehr auf seinen Death-Row-Besitz zugreifen, nachdem ein Richter ihm sein Vermögen eingefroren hatte.

Nun könnte Knight auch noch den letzten Rest an Kontrolle über seine Firma verlieren, sollte er sich nicht vor Gericht zeigen. Der Label-Chef war in der Vergangenheit in zahlreiche Schlägereien verwickelt und wurde in diesem Zusammenhang im September 1996 zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Als er im Jahr 2001 wieder auf freiem Fuß war, vermuteten Ermittler eine Verbindung Knights zu den Mordserien an Tupac Shakur, The Notorius B.I.G. und Jam Master Jay. Der Verdacht konnte jedoch nicht bestätigt werden.

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