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DEAG schlägt Alarm

Die Deutsche Entertainment AG (DEAG) ist in die Schräglage geraten: Der Aktienkurs rutschte in den vergangenen Tagen ab, Gerüchte um eine baldige Insolvenz machten in Branchenkreisen die Runde. Zudem drohen offenkundig ausländische Firmen mit einer Übernahme.

In einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“ gab sich Vorstandschef Peter Schwenkow ungewohnt besorgt: Hinter undurchsichtigen Ver- und Ankäufen von DEAG-Aktien könnten unter Umständen internationale Mitbewerber stecken, die versuchen, die DEAG feindlich zu übernehmen. In den vergangenen Wochen sei der komplette Freefloat (frei auf dem Markt erhältliche Aktien) einmal komplett durchgehandelt worden. Ähnlich unklar ist derzeit auch, wieviele Aktien Schwenkow tatsächlich besitzt. Im Interview mit der „Berliner Morgenpost“ nannte er „etwa ein Drittel“ als Größe, an einer anderen Stelle sprach er von drei Millionen Aktien, was bei einer Gesamtaktienzahl von 8,5 Millionen Stück einem Anteil von 35,29 Prozent entspräche. Die Website der Deutschen Börse sieht den Anteil des Managements bei ingesamt 40 Prozent. Gerüchten um eine mögliche Insolvenz der DEAG erteilte Schwenkow eine klare Absage. Der Kurs der Aktie ist jedenfalls derzeit im Keller: Sie fiel Anfang der Woche auf den historischen Tiefstand von 2,79 Euro und büßte damit im Vergleich zum Jahresanfang (Kurs: rund 10 Euro) mehr als zwei Drittel ein. Am 24. April um 11 Uhr lag der Wert einer DEAG-Aktie bei 2,96 Euro. In den vergangenen Wochen hatte auch die Nachricht von der , auf die die DEAG große Hoffnungen gebaut hatte, für Aufsehen gesorgt.