“Wir waren schon sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr“, berichtet Anja Becker, Leiterin Presse-Promotion bei da music. Sie beklagt jedoch, dass „die Auswahl an TV-Sendungen nicht mehr so groß ist, wo wir unsere Künstler platzieren können. Es wird zunehmend schwerer, ein Podium für sie zu finden.“ da music will daher den Aufbau von jungen Schlager-Talenten in den Medien mehr forcieren.
Natürlich gebe es noch Formate im Fernsehen wie die „ZDF-Schlagerparty“ oder das „MDR-Schlagermagazin“, mit dem da music seit Jahren in Kooperation Compilations veröffentlicht, wo auch Newcomer ein Forum finden. Zuletzt hat die Diepholzer Plattenfirma die DVD „Das deutsche Schlagermagazin“ zum MDR-Magazin auf den Markt gebracht und sich damit auf bisher unbekanntes Terrain gewagt.
Schwerpunkte im kommenden Jahr sind bei da music die österreichische Gruppe HOI! und Pop-Barde Matthias Carras. „Die beiden sind derzeit unsere verkaufsträchtigsten Themen. Anhand der Post sehen wir, dass die Fans massiv hinter den Künstlern stehen.“ Von HOI! kommt Anfang Februar 2002 das neue Album „Blue Jeans“ in die Läden, das bereits in Österreich veröffentlicht ist. Das Sextett, 1999 gegründet, besteht aus drei Ex-Mitgliedern der Zillertaler Schürzenjäger und spielt eine Mischung aus Volksmusik und Rock.
Ihre erste Single-Auskopplung, „Hey Papa Tscho“ kristallisiere sich bereits als Party- und Ski-Hit heraus, so Anja Becker, während die aktuelle Single „Mehr als eine Nacht“ eher die gefühlvolle Seite der Jungs zeige. „Bei HOI! stimmen uns vor allem die Airplay- und die Medienergebnisse sehr zufrieden. Die Gruppe ist ein Selbstläufer.“
Ein Künstler aus dem Ruhrgebiet erfreut sich ebenfalls einer breiten Fanbase. Von Matthias Carras erscheint Anfang 2002 die Maxi-CD „SOS – Lara I’m In Love“, das Album folgt voraussichtlich im August und soll von einer breit angelegten Promotion-Kampagne begleitet werden. „Carras greift moderne Themen auf und bietet mehr Pop als Schlager. Damit erreicht er eine erstaunlich junge Zielgruppe.“
Die beiden Hoffnungsträger sind auch auf der CD „Hüttenhits 2002“ vertreten, die am 10. Dezember rechtzeitig zur Skisaison erscheint. Mit einer Mischung aus volkstümlichen Melodien, Oldies, Pop-Schlagern und aktuellen Charts-Hits wie „L“Amour Toujours“ von Gigi D“Agostino soll die zweite Ausgabe dieser Serie eine ähnlich gute Resonanz haben wie ihr Vorgänger. Bundesweite Funkwerbung von Mitte Dezember bis Mitte Januar soll das Interesse dafür wecken. „Wir achten darauf, dass wir unseren Künstlerstamm sinnvoll erweitern und hinter jedem Interpreten ein individuelles, langfristiges Konzept steht“, erläutert Anja Becker die da-Philosopie.
So geschieht es etwa mit der jungen Sängerin Kristin, Nichte von Mary Roos, die mit ihrer Tante zunächst ein Duett auf dem Album „Roosige Zeiten“ sang und nun die eigene Maxi-CD „Liebe macht Liebe“ veröffentlicht hat. „Mit Kristin testen wir erstmal ein paar Singles und schauen, wie sie vom Publikum angenommen wird“, erklärt die Pressesprecherin. Weitere Longplay-Themen, die Anfang 2002 erscheinen, sind die Künstler Thomas Rotfuß, Michael Heck, Andreas Zaron und ELA.
Natürlich darf auch Mary Roos 2002 nicht fehlen, die im kommenden Jahr bei der ZDF-Hitparaden-Tour durch Deutschland an 26 Orten Station macht. Party-Schwerpunkt ist George le Bonsai, der mit dem Song „Ohne Gummi geh ich nicht mehr aus dem Haus“ bereits in den Schlager-Charts verteten ist. Der Comedy-Musiker machte seine Körpergröße von 1,49 Meter zum Markenzeichen:
Zeitgemäße Musik mit deutschem Text
„Gerade in der Schlagerszene sehen ja fast alle gleich aus. Dabei kann man heute nur Erfolg haben, wenn man ein bisschen aus dem Rahmen fällt und sich selbst nicht zu bierernst nimmt.“ George le Bonsai greift mit seiner Musik einen Trend auf, der sich derzeit im Schlagerbereich manifestiert: „Weg von den Schnulzen, Mut zu zeitgemäß produzierter deutscher Popmusik: Und dafür ist auch ein Markt vorhanden. Ich glaube, die Szene ist im Umbruch.“
Weitere Party-Themen kommen von Sandy Wagner mit „Wer hat an der Uhr gedreht“ und Matthias Kartner mit „Sieben Tage“, die zuerst auf Samplern platziert werden sollen und zu Jahresbeginn als Singles veröffentlicht werden. An Compilations setzt da music im Jahr 2002 die Folgen „Doppelt Gut“, „Party- und Schlager-Trend“ und „Das deutsche Schlagermagazin präsentiert…“ fort. Und verfolgt ein Ziel: „So engagiert weiterarbeiten wie bisher und junge Künstler gezielt aufbauen.“






