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CTS-Kontingente bleiben für Kartenhaus gesperrt

Der Konflikt zwischen Kartenhaus und CTS Eventim geht in die nächste Runde. Nachdem CTS Eventim dem Mitbewerber die Zusammenarbeit aufkündigte und alle Zugänge zu den CTS-Ticketing-Systemen kappte, versuchte der Hamburger Online-Tickethändler gerichtlich einen Zugang zu erzwingen – ohne Erfolg.

Der Konflikt zwischen Kartenhaus und CTS Eventim geht in die nächste Runde. Nachdem CTS Eventim dem Mitbewerber die Zusammenarbeit aufkündigte und alle Zugänge zu den CTS-Ticketing-Systemen kappte, versuchte der Hamburger Online-Tickethändler gerichtlich einen Zugang zu erzwingen. Dort jedoch räumten die Richter dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung keinen Erfolg ein.

Anfang November bestätigte Ticketmaster Deutschland, ein Gemeinschaftsunternehmen der DEAG und des US-Ticketgiganten und Weltmarktführers Ticketmaster, die Übernahme des Hamburger Ticketanbieters Kartenhaus. Kurze Zeit später kündigten sowohl CTS Eventim als auch Ticket Online die Zusammenarbeit mit Kartenhaus auf. Während Ticket Online Kartenhaus noch eine „Schonfrist“ bis zum Jahresende gewährt, fährt CTS die harte Line und verweigert weiterhin Zugang zu den CTS-Systemen. Die bestehenden Verträge wurden gekündigt.

Einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung mit dem Ziel, CTS zur Überlassung eines Systemzugangs zu zwingen, musste Kartenhaus nun zurücknehmen, nachdem das Landgericht München dem Antrag keine Erfolgsaussichten eingeräumt hatte.

In einer Schutzschrift stellte CTS dem Landgericht München wohl plausibel dar, warum es für das Unternehmen unzumutbar sei, den deutschen Markteintritt von Ticketmaster durch Überlassung des CTS-Ticketvertriebssystems zu unterstützen. Ticketmaster hätte so Zugriff auf über mehr als 70.000 Veranstaltungen und ein umfassendes Vorverkaufsstellennetz gehabt.

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