Das Computermagazin „c’t“ startet in der aktuellen Ausgabe die Aktion „50 Cent und gut“, mit der die Zeitschrift für günstigere Downloadpreise werben will. Legale Online-Musikdienste seien schlecht bestückt und zu teuer. Zudem sei die Handhabung viel zu kompliziert. Unterschiedliche Lizenzbedingungen und das digitale Rechtemanagement, das häufig die freie Nutzung der gekauften Musikstücke behindere, seien weitere Ärgernisse. „C’t“ postuliert, Musikfans seien keine Kriminellen, sie wollten die Künstler fair entlohnen, wenn sie dabei nicht übervorteilt würden. Ausgehend von dieser These stellt das Magazin bei der Aktion „50 Cent und gut“ den eigens hierfür komponierten Song „Hold Me In Your Arms“ der Münchener Band Soul Kitchen zum Download bereit und bittet um eine freiwillige Zahlung von 50 Cent. Zur Wahl stehen vier verschiedene Audiodateiformate ohne digitales Rechtemanagement. Nach Abzug der Produktionskosten und GEMA-Abgaben geht der gesamte Erlös an die Künstler. Laut „c’t“-Redakteur Sven Hansen sind die zur Zeit verlangten Preise von bis zu 1,99 Euro pro Download weit überhöht: „Die Labels, die GEMA, der Online-Shop – alle wollen ein großes Stück vom Kuchen abgekommen.“ Zudem kritisiert die gängige Kostenpraxis: „Würden alle Beteiligten ihre Kostenvorteile an die Kundschaft weiter geben und konsequent den Rotstift bei ihren überzogenen Forderungen ansetzen, wäre selbst der 50-Cent-Download kein unerreichbares Ziel. GEMA-Abgaben kommen in der „c’t“-Modellrechnung nicht vor, da die Kunden bereits Pauschalen auf Leerkassetten, CD-Rohlinge, DVDs, Brenner und andere Geräte zahlten. Laut diverser Umfragen würden die meisten Verbraucher 50 Cent als angemessenen Preis für einen Musikdownload empfinden, so das Magazin.
„C’t“ kritisiert zu hohe Downloadpreise
Das Computermagazin „c’t“ startet in der aktuellen Ausgabe die Aktion „50 Cent und gut“, mit der die Zeitschrift für günstigere Downloadpreise werben will.





