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Country-Veteran Strait schlägt Ying Yang Twins

Die Woche vor dem Unabhängigkeitstag bescherte den amerikanischen Händlern wieder stärkeren Zulauf. Am stärksten profitierte davon eine Platte mit eher traditionellen Tönen. Zur Jahresmitte rangiert der US-Markt dennoch im Minus.

Die Woche vor dem Unabhängigkeitstag bescherte den amerikanischen Händlern wieder stärkeren Zulauf. Wegen des „4th of July“ war der Montag für viele Amerikaner ein arbeitsfreier Tag, und dank dieses verlängerten Wochenendes stiegen auch die Verkaufszahlen im CD-Geschäft wieder leicht an. Am stärksten profitierte davon eine Platte mit eher traditionellen Tönen: Aus dem Stand auf Platz eins schafft es Country-Veteran George Strait, der von „Somewhere Down In Texas“ in der ersten Woche nach VÖ 245.000 Exemplare absetzte und somit die dritte Pole Position seiner Karriere verbucht.

Aber auch die neuen HipHop-Helden aus dem Süden konnten punkten: Die Ying Yang Twins platzieren ihr „U.nited S.tate Of A.tlanta“ mit 201.000 verkauften Einheiten auf Rang zwei. Das bedeutet für Coldplay nach vier Wochen und weiteren 140.000 Kopien von „X & Y“ Position drei. Dahinter reichen Mariah Carey 131.000 Stück ihres Dauerbrenners „The Emancipation Of Mimi“ für die vierte Stelle. Der dritte und letzte Neueinsteiger in den Top Ten ist Cassidy auf Position fünf, dessen „I’m A Hustla“ 93.000 Käufer fand. Der Rapper blickt allerdings einer fraglichen Zukunft entgegen: Er wird wohl im Zusammenhang mit einer Schießerei mit Todesfolge angeklagt.

Platz sechs geht an die Black Eyed Peas, die weitere 90.000 Exemplare von „Monkey Business“ verkaufen konnten. 2000 Stück weniger lassen die Foo Fighters mit „In Your Honor“ an die siebte Stelle abrutschen. 63.000 Units von „Breakaway“ bescheren Kelly Clarkson die Rückkehr unter die ersten Zehn auf Rang acht, 61.000 Exemplare von „Love.Angel.Music.Baby“ schicken Gwen Stefani ebenfalls zurück von zwölf auf neun, und Toby Keith verbessert sich von 13 auf zehn dank 60.500 verkaufter Kopien von „Honkytonk University“.

Mit insgesamt 10,9 Mio. Alben konnte die US-Branche 6,6 Prozent mehr verkaufen als in der Vorwoche, doch im Vergleich mit der entsprechenden Woche aus dem Jahr 2004 ist das ein Minus von 2,7 Prozent. Seit Jahresanfang verkaufte der Handel 282,6 Mio. Alben, das sind knapp 7,6 Prozent weniger als zur gleichen Zeit vor einem Jahr. Doch Hoffnung naht: Erste Trends signalisieren für „TP.3 Reloaded“ von R. Kelly Absatzzahlen von rund 550.000 Einheiten und Missy Elliotts „The Cookbook“ dürfte mehr als 150.000 Stück verkaufen.

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