19 Jahre dauerte es, bis es Bon Jovi wieder an die Spitze der US-Albumcharts schaffte. Die Verkaufszahlen für „Lost Highway“ sind dabei allerdings wenig berauschend. 292.000 Exemplare des neuen Werkes der inzwischen von Country-Klängen angehauchten Soft-Rocker setzte Universal in der Woche bis zum 24. Juni ab. Da schafften andere Top-VÖs im schwachen ersten Halbjahr zum Teil mehr als das Doppelte.
„Lost Highway“ ist nach „New Jersey“ (1987) und „Slippery When Wet“ (1988) immerhin das dritte Nummer-eins-Album der Band. Der Warner-Vertrieb indes sorgte dafür, dass die White Stripes eine neue persönliche Bestleistung aufstellen. Ein Erstwochenabsatz von 223.000 Kopien bedeutet den Neueinstieg auf Platz zwei für „Icky Thump“. Von „Get Behind Me Satan“ (2005) konnte die Band in der ersten Woche nur 189.000 Stück verkaufen.
Neuer Dritter ist Country-Star Brad Paisley, der von „5th Gear“ auf Anhieb 197.000 Einheiten absetzen konnte. Ein weiteres Country-Ausrufezeichen setzt Toby Keith, dessen „Big Dog Daddy“ nach 73.000 Verkäufen in der zweiten Woche auf Position vier rutscht. „Memory Almost Full“ wollten 64.000 Fans kaufen und schicken damit Sir Paul McCartney an die fünfte Stelle. 1000 CDs weniger reichen Linkin Park, um mit „Minutes To Midnight“ Platz sechs zu verteidigen.
Amy Winehouse verkaufte weitere 62.000 Exemplare von „Back To Black“ und klettert dadurch von zehn auf sieben. Eine Handvoll CDs weniger bedeuten für Maroon 5 und „It Won’t Be Soon Before Long“ Position acht vor Fabolous und seinen 59.000 Verkäufen von „From Nothin‘ To Somethin'“ sowie T-Pain mit 56.000 Kopien von „Epiphany“.
In der letzten Woche setzte der US-Handel insgesamt 8,9 Mio. Alben ab. Das sind 7,1 Prozent weniger als in der Woche davor und 5,2 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des Jahres 2006. Seit Jahresanfang kauften Amerikaner rund 221 Mio. Alben, was einem Rückgang um 15 Prozent gegenüber 2006 entspricht. Damit schrumpft das Minus ein wenig. Vor zwei Monaten lagen die kumulierten Verkaufswerte noch mit knapp 17 Prozent unter den Vorjahreszahlen.






