Der amerikanische Tonträgermarkt kommt langsam in Schwung. In der bislang besten Verkaufswoche des Jahres übernimmt die Country-Band Rascal Flatts mit einer Bestleistung die Spitze der Album-Charts. „Me And My Gang“ verkaufte sich in der ersten Woche nach VÖ 722.000 Mal – so oft wie nie zuvor bei einem Album der Formation. Mit diesem Ergebnis bleiben die Rascal Flatts deutlich vor der Nummer zwei, der 21. Ausgabe der Hitkopplung „NOW That’s What I Call Music!“. Die Compilation setzte auf Anhieb 334.000 Einheiten ab und blieb damit zum Teil deutlich unter den Erstwochenzahlen der letzten Ausgaben.
Es scheint, als würde das Downloadgeschäft auch in den USA den Compilations das Wasser abgraben. Dritter ist T.I., der nach 185.000 Verkäufen in der zweiten Woche die Spitze räumen muss. Weiterhin steigende Verkaufszahlen notiert der Soundtrack zu Disneys „High School Musical“, das mit 181.000 verkauften CDs Rang vier belegt. Fünfter ist Tim McGraw, dessen „Greatest Hits Vol. 2 – Reflected“ 128.000 zahlende Fans fanden. Verglichen mit ihrem Charts-Erfolg in Deutschland schneidet Pink in der Heimat eher bescheiden ab: 126.000 Exemplare in der ersten Woche bedeuten für „I’m Not Dead“ Position sechs. Damit bleibt sie aber deutlich vor James Blunt, der von „Back To Bedlam“ nur noch 64.000 Stück verkaufen konnte.
Tausend CDs weniger qualifizieren Shakira und „Oral Fixation Vol. 2“ für Rang acht. An neunter Stelle steigt Bubba Sparxxx mit 51.000 Units von „The Charm“ ein. Zehnter ist wie in der letzten Woche Alan Jackson, der von seinen „Precious Memories“ weitere 49.000 Exemplare absetzen konnte. Bereits vor sieben Tagen vereitelte Jackson den Top-Ten-Einstieg der Kritikerlieblinge Yeah Yeah Yeahs, diesmal verweist er die Flaming Lips auf Position elf, die von „At War With The Mystics“ 48.000 Kopien verkauften.
Insgesamt weist der US-Markt nun erste Zeichen einer Frühjahrsbelebung auf: 11,2 Mio. verkaufte Alben bedeuten einen Mehrabsatz von drei Prozent im Vergleich zur ebenfalls recht ordentlichen Vorwoche und sogar 15 Prozent mehr als in der Vergleichswoche des Jahres 2005. Seit Jahresanfang setzte die amerikanische Branche 151,6 Mio. Alben ab – ein kumuliertes Minus von zwei Prozent. Und nachdem ersten Trends zufolge die Rascal Flatts und Tim McGraw in der kommenden Woche das Rennen um die Nummer eins ausfechten werden, scheint es derzeit das Country-Genre zu sein, dass dem US-Markt Flügel verleiht.






