Recorded & Publishing

ContentLogic erschließt neue Einnahmequellen

Wie sich an der Schnittstelle von Medien und Telekommunikation Geld verdienen lässt, weiß die Agentur ContentLogic. Im Musikbereich realisierte die Firma bereits interaktive Programme für Viva und Viva Plus.

“Wir wollen der Musik- und der Fernsehbranche mit neuartigen Produkten helfen, neue Einnahmequellen zu erschließen“, formuliert ContentLogic-Geschäftsführer Christoph Marloh die Zielsetzung der Agentur. Zu diesem Zweck verknüpft die Firma das Massenmedium Fernsehen mit dem „primären Kommunikationsmedium“ der jungen Generation, dem Handy, und entwickelt Formate, die diese Verbindung Gewinn bringend nutzen.

Bei „Get The Clip“ oder „Weekend Lover“ für Viva und Viva Plus sind die Zuseher permanent aufgerufen, sich via Handy oder Internet zu beteiligen. Und mit jeder eingeschickten SMS klingeln die Kassen des Senders. Auch den Verkauf von Klingeltönen und anderem mobilen Content setzte ContentLogic für den Sender um und schloss dazu Lizenzverträge mit GEMA und diversen Musikverlagen. Das Konzept scheint aufzugehen: Die interaktiven Formate liegen laut Marloh „50 Prozent über Plan“, die Möglichkeiten seien noch lange nicht ausgereizt: Ab Dezember sollen Viva-Kids komplette Songs per Handy kaufen können – woran letztlich auch die Rechtehalter in der Musikindustrie verdienen. Um diesen eine Überwachung der Download-Zahlen zu ermöglichen, entwickelte ContentLogic einen eigenen Billing-Server, auf den alle Rechteinhaber Zugriff haben.

ContentLogic bietet seine Dienste in Deutschland seit vergangenem Jahr an, das Mutterunternehmen in den USA startete bereits 2001. Neben der rein technischen Umsetzung kümmert sich die Tochteragentur „Frisches Fernsehen“ auch um inhaltlich-konzeptionelle Anfragen. Zu den ContentLogic-Kunden gehören neben Viva auch ARD, Sat.1, RTL und RTL II.