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Connemann lobt VDKD

Gitta Connemann, Vorsitzende der Enqete Kommission Kultur, würdigte am 9. Mai in ihrer Festrede zum 60-jährigen Bestehen des VDKD die Verdienste des Konzertveranstalterverbands. Der VDKD habe „das Lebensgefühl ganzer Generationen mitgestaltet“.

Der Verband der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD) mit Sitz in München hält seine Jahrestagung derzeit in Hamburg ab. Das hat seinen Grund, denn die Vertretung der Veranstalter, Agenten und Stiftungen war im Mai 1946 in der Stadt an der Elbe und Alster gegründet worden.

Dem VDKD-Präsidenten Michael Russ gelang es, Gitta Connemann, MdB, als Festrednerin zum 60. Jubiläum zu gewinnen. Die Vorsitzende der Enquete-Kommission Kultur blickte in ihren Ausführungen am 9. Mai im Landhaus Walter auf die Anfänge der Vereinigung zurück, als Deutschland noch in Trümmern lag und das öffentliche Leben sich erst langsam wieder zu organisieren begann. Der Verband habe aktiv dazu beigetragen, dass die Kultur wieder auf die Beine kam. Seitdem sei viel Arbeit geleistet und „das Lebensgefühl ganzer Generationen mitgestaltet“ worden, betonte die versierte Rednerin. Connemann sprach aber auch die noch zu lösenden Probleme der privatwirtschaftlich organisierten Konzertveranstalter an.

Die Kulturpolitikerin lobte, dass der VDKD sich gleichermaßen für die Belange der E- und der U-Musik stark mache und sich vieler Themen annehme, die die inzwischen 250 Verbandsmitglieder bei ihrer täglichen Arbeit begleiten. Dazu zählte sie die Ausländersteuer, GEMA-Tarife, Lärmschutz bei Konzerten, die zunehmende Überalterung des Publikums bei Klassikveranstaltungen, den Erhalt der Künstlersozialversicherung und nicht zuletzt Wettbewerbsverzerrungen zugunsten einzelner Konzerte mit Mitteln aus öffentlicher Hand.

Der VDKD arbeite gut mit der Kommission Kultur zusammen: „Michael Russ hat sich vor gut zwei Jahren erstmals bei mir gemeldet. Da waren die Visitenkarten für mein damals neues Amt noch nicht trocken“, erzählte sie. Seitdem habe es viele konstruktive Gespräche und Treffen gegeben.

Connemann beglückwünschte den VDKD zu dem Entschluss, seit 2005 im jährlichen Wechsel Talente aus Pop oder Klassik mit einem Musikpreis zu bedenken. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ging vergangenes Jahr an die Gruppe Madsen und diesmal an den 18-jährigen Pianisten und Komponisten Joseph Moog. Der junge Musiker zeichne sich durch „hohe musikalische Intelligenz“ und „kreative Neugier“ aus, zitierte Russ die Begründung der Jury und prognostizierte: „Von Joseph Moog wird in Zukunft noch viel zu hören sein.“

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