Recorded & Publishing

conference c/o pop knüpft an Konzept von mem04 an

Der Name ist neu, die thematische Ausrichtung bleibt gleich: Als Nachfolger der mem04 findet am 25. und 26. August in Köln die conference c/o pop statt. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung der Entertainment- und vor allem der Musikbranche.

Im vergangenen Jahr hatte die cologne on pop GmbH die Kongressveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Kölnmesse aus der Taufe gehoben. Obwohl sich die Kölnmesse jedoch mitsamt den Titelrechten aus der Veranstaltung zurückzog, bleibt die zweitägige c/o pop auch 2005 in den Räumlichkeiten am Rande des Messegeländes mit Panoramahaus, Parkcafé und Rheinterrassen. Ein neuer Name musste jedoch her. Unter dem Label conference c/o pop betonen die Veranstalter nun den Bezug zum Festival für elektronische Popkultur vom 24. bis zum 28. August, in dessen Rahmen der Kongress auch schon im Vorjahr stattfand. Auch an der bewährten thematischen Ausrichtung wurde nur wenig verändert: Digitale Verbreitung und Vermarktung, digitale Rechte, Games und Mobile Entertainment stehen auf dem Themenplan.

„Allerdings haben wir einen noch stärkeren Bezug zur Musik hergestellt“, so c/o-pop-Geschäftsführer Norbert Oberhaus. Wie 2004 rechnen die Organisatoren mit rund 600 Teilnehmern am Kongress. Allein zum Jubiläums-Panel „25 Jahre Spex“, das den Abschluss des ersten Tags markiert, lägen bereits rund 200 Anmeldungen vor, berichtet Oberhaus. Auch etliche große Namen werden die Panels an den zwei Tagen am Rhein bereichern: Tim Renner und Petra Husemann-Renner stellen sich den Fragen von Journalist Ralf Niemczyk; Constantin-Vorstandsvorsitzender Fred Kogel diskutiert zum Kongressauftakt mit TV-Moderator Dieter Moor.

„Jemand wie Fred Kogel, der in einem anderen Businessbereich arbeitet, wird uns sicherlich einen interessanten Einblick in seine Auseinandersetzung mit musikalischen Inhalten liefern“, meint Oberhaus. Zudem sei Kogel ja kein Unbekannter in der Musikbranche: Lange Jahre war der heutige Film- und TV-Manager als Musikmoderator in Radio und Fernsehen tätig. Als wissenschaftlichen Partner haben die Veranstalter der conference c/o pop das „Forschungsprojekt Zukunftsmusik“ der TU Darmstadt gewinnen können. Es gestaltet drei Panels zum Themenbereich Download, die von Gerrit Pohl und Jochen Strube moderiert werden. Das Gesamtfestival c/o pop, im Vorjahr noch ganze 17 Tage umfassend, findet diesmal komprimiert zwischen dem 24. und 28. August statt. Oberhaus und sein Team rechnen wie 2004 mit rund 50.000 Besuchern.

„Wir haben zwar weniger Festivaltage, machen aber nicht weniger Veranstaltungen“, sagt der Geschäftsführer. Vor allem der Ausstellungsbereich der c/o pop („Art“) sei stark ausgebaut worden. Und im musikalischen Bereich findet wieder das Festival Monsters of Spex statt, das diesmal zwei Tage im Kölner Jugendpark umfasst (26./27. August). Ebenfalls auf dem Programm stehen die Veranstaltungen Poller Wiesen, Clubnacht Deutschlandreise und die Klangproben, von denen eine auf dem Ringfest veranstaltet wird. Neu im c/o-pop-Portfolio ist zudem der Film- und Medienmusik-Kongress SoundTrack_Cologne vom 26. bis 28. August, der im vergangenen November seine Premiere gefeiert hatte.