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Concertbüro Franken kritisiert Fördermittelvergabe

In einem offenen Brief wandte sich das Concertbüro Franken am 7. Dezember an das Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg. Der Veranstalter kritisiert darin die Vorgehensweise bei der Vergabe von Fördermitteln aus dem Projekt „Südstadtschub 2000-2006“.

In einem offenen Brief wandte sich Peter Harasim vom Veranstalter Concertbüro Franken an Dr. Roland Fleck vom Wirtschaftsreferat der Stadt Nürnberg. Harasim kritisierte die Vorgehensweise der Stadt bei der Vergabe des von der EU mit 70 Mio. Euro geförderten Projekts „Südstadtschub 2000-2006“, durch das die industriell geprägte Nürnberger Südstadt eine Aufwertung erfahren soll.

Erst nach der Vergabe der Fördermittel, so Harasim, hätten die Betriebe des Concertbüro Franken von dem Projekt erfahren und wären nun „völlig leer ausgegangen“. Gegenüber „MusikWoche“ erklärte Harasim: „So etwas passiert, wenn Firmen keinen Stadtrat bei sich angestellt haben.“ Seinen offenen Brief habe er verfasst, um aufzuzeigen, dass man so nicht weiterarbeiten möchte. Dort erklärt Harasim u. a.: „Der ‚Hirsch‘ – ein selbstständiges Beteiligungsunternehmen des Concertbüro Franken – ist längst sicher nicht nur der meistbespielte Veranstaltungsort seiner Größenordnung in der Stadt, sondern einer der bekanntesten Veranstaltungsorte in Deutschland. Selbst im zwölften Betriebsjahr kam der ‚Hirsch‘ ohne Subventionen aus. Gut 100 Arbeitsplätze hängen mit dem ‚Hirsch‘ zusammen oder von ihm ab. Wie alle unsere Betriebe ist auch er ein Ausbildungsbetrieb.“

Bisher habe man versucht, notwendige Investitionen aus dem laufenden Betrieb zu finanzieren. Allerdings „nage der Zahn der Zeit“ inzwischen an einigen Bereichen des Clubs. Hier wären Investitionen erforderlich, die sich aus dem laufenden Betrieb nicht mehr stemmen ließen. „Wir bitten Sie daher“, so Harasim abschließend zu Prof. Dr. Roland Fleck, „uns bei künftigen Ausschüttungen im Vorfeld zu informieren.“ Für weitere Gespräche stehe das Concertbüro aber gern zur Verfügung.