Recorded & Publishing

Columbia House steht vor Verkauf

AOL Time Warner und Sony sollen sich mit der Investmentgesellschaft Blackstone Group über den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am gemeinsamen Direktmarketing-Club Columbia House geeinigt haben.

AOL Time Warner und Sony sollen sich mit der Investmentgesellschaft Blackstone Group über den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am gemeinsamen Direktmarketing-Club Columbia House geeinigt haben. Dies berichtet das „Wall Street Journal“. Die Zeitung spricht von einem Kaufpreis zwischen 400 und 500 Millionen Dollar. Eine grundsätzliche dementsprechende Einigung sei zwar erzielt worden, der Deal könne aber noch platzen. Denn neben der Blackstone Group sind zwei weitere Interessenten an Columbia House im Gespräch: das Unternehmen Providence Equity Partners sowie die Investmentbank Goldman Sachs im Verbund mit Edgar Bronfman jr. Der frühere Seagram-Chef war erst im Dezember aus dem Vivendi-Universal-Konzern und hatte damals angekündigt, wieder ein eigenes Unternehmen leiten zu wollen. Eine Minderheitsbeteiligung an Columbia House, dessen Musikgeschäft in den letzten Jahren rückläufig war, wollen Sony und AOL aber auf jeden Fall behalten. Die Eigner von Columbia House führten bereits vergangenes Jahr mit der Bertelsmann AG, der Muttergesellschaft des Hauptkonkurrenten des Direktvermarkters, BMG Direct.