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Coldplay bleibt bei schwachem Absatz vorne

Coldplay kann sich trotz deutlich sinkender Verkaufszahlen in den USA an der Spitze der Charts halten. Zudem haben nur wenige Neuveröffentlichungen derzeit das Potenzial für höhere Ränge. Am meisten profitiert davon wieder Mariah Carey.

Coldplay kann sich trotz allgemein deutlich sinkender Verkaufszahlen in den USA an der Spitze der Charts halten. Die 186.000 Exemplare von „X & Y“, die in der Woche bis zum 26. Juni verkauft wurden, sind nur noch gut die Hälfte dessen, was die Band in der Vorwoche absetzen konnte. Dennoch liegt das dritte Album der Briten drei Wochen nach VÖ inzwischen bei knapp 1,25 Mio. Einheiten im US-Markt. Die schrumpfenden Absatzzahlen treffen aber alle Titel, weshalb Mariah Carey auch mit nur noch 132.000 Stück von „The Emancipation Of Mimi“ wieder zurück auf Position zwei ist. Die Foo Fighters verkaufen 116.000 Kopien von „In Your Honor“ und fallen auf Rang drei, gefolgt von den Black Eyed Peas, deren „Monkey Business“ 103.000 neue Käufer fand.

Höchster Neueinstieg in dieser Woche ist das erste Album, das die R&B-Veteranen Boyz N Da Hood bei Bad Boy Entertainment/Warner veröffentlichten. 101.000 Units qualifizieren die Band für Platz fünf. Ebenfalls neu in den Charts ist „The Way It Is“. Das Debüt der R&B-Newcomerin Keyshia Cole konnte auf Anhieb 89.000 CDs absetzen und steigt an sechster Stelle ein. Damit distanziert sie die Backstreet Boys um 10.000 Stück, die mit „Never Gone“ von drei auf sieben rutschen. Dahinter meldet sich The Offspring mit 70.000 Verkäufen eines Greatest-Hits-Albums zurück. Neu auf Platz neun ist Birdman, der 65.000 Einheiten von „Fast Money“ verkaufen konnte. Hinter Birdman verbirgt sich Bryan „Baby“ Williams, der Chef des Labels Cash Money. Platz zehn in den Charts geht an System of a Down nach 63.000 Verkäufen von „Mezmerize“.

Das Sommerloch scheint den US-Handel nun mit voller Wucht zu treffen. Nach den ermutigenden Zahlen der letzten Wochen brach der Albenabsatz bis zum 26. Juni wieder um rund zwölf Prozent im Vergleich zur Vorwoche ein. Gegenüber der Vergleichswoche aus dem Jahr 2004 beträgt das Minus sogar 17 Prozent. Seit Jahresanfang setzte die US-Branche 272 Mio. Alben ab – 7,6 Prozent oder gut 22 Mio. Stück weniger als zur gleichen Zeit im letzten Jahr.

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