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Clear Channel sendet mit Störgeräuschen

Clear Channel Communications, größter Konzertveranstalter und Betreiber von Radiosendern der USA, musste im zweiten Geschäftsjahresquartal einen Gewinneinbruch um 13 Prozent verkraften. Vor allem das Radiogeschäft läuft mit atmosphärischen Störungen.

Clear Channel Communications, größter Konzertveranstalter und Betreiber von Radiosendern der USA, musste im zweiten Geschäftsjahresquartal einen Gewinneinbruch um 13 Prozent verkraften. Vor allem das Radiogeschäft läuft mit atmosphärischen Störungen und verlor in den drei Monaten bis zum 30. Juni im Jahresvergleich 6,5 Prozent an Umsatz. Statt 996,8 Mio. Dollar waren es diesmal nur noch 931,9 Mio. Dollar.

Das Management schiebt diesen Einbruch auf die veränderte Strategie beim Werbezeitenverkauf – unter dem Motto „Less is More“ reduziert der Konzern seit einigen Monaten seinen Werbeanteil pro Programmstunde. Damit sollen die Attraktivität der Sender und in der Folge die Quoten gesteigert werden, was wiederum höhere Werbezeitenpreise rechtfertigen soll.

Ebenfalls nur durchschnittlich entwickelte sich der Geschäftsbereich Live Entertainment, zu dem auch die Clear Channel Music Group mit ihrem Konzertveranstaltungsgeschäft zählt. Dort sank der Umsatz um ein Prozent auf 729,5 Mio. Dollar. Zulegen konnte Clear Channel nur im Geschäftsbereich Außenwerbung, wo der Umsatz um sieben Prozent auf 684,5 Mio. Dollar anstieg. Insgesamt nahm der Konzern im zweiten Quartal 2,46 Mrd. Dollar ein – ein Minus von einem Prozent – und verdiente damit 220,7 Mio. Dollar. Gewinne und Verluste für die einzelnen Sparten wies Clear Channel in seiner Bilanz nicht aus.

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