Live-CDs, die Konzertbesucher direkt vom Konzert mit nach Hause nehmen können, erfreuen sich großer Beliebtheit und sind daher ein lukratives Geschäftsfeld. Die Firma DiscLive rechnet allein in diesem Frühling mit Bruttoeinnahmen in Höhe von 500.000 Dollar. Der Umsatz könnte ihr allerdings vom amerikanischen Medienkonzern Clear Channel vermiest werden. Clear Channel ist mit der hauseigenen Instant Live Technik auf dem Markt und kaufte jetzt das Industrie-Patent für die Produktion von Live-CDs. Zum Ärger der Konkurrenten DiscLife und Hyburn nimmt das Unternehmen das Exklusivrecht auf die legalen Bootlegs in Anspruch. Clear Channel hat bereits Bands, die normalerweise mit DiscLive kooperieren, darauf hingewiesen, dass sie künftig nur noch mit Clear Channel zusammenarbeiten dürfen, um Live-CDs zu produzieren. Die Branche sieht das Wettbewerbsrecht gefährdet und befürchtet durch Clear Channels Monopolstellung einen Stillstand in der technischen Weiterentwicklung. Steve Simon, Director of Instant Live und Clear Channel Executive Vice President, sagte gegenüber dem Rolling Stone: „Wir wollen künstlerfreundlich sein, aber hier geht es ums Geschäft. Es wird nicht nach dem Motto laufen: ‚Wir haben zwar das Patent aber jeder kann es umsonst benutzten.'“
Clear Channel kauft Patent auf Live-CDs
Bei der immer beliebter werdenden Produktion von Life-CDs, die Konzertbesucher sofort mit nach Hause nehmen können, konnte Clear Channel sich durch den Kauf des Patentes auf die Herstellung der legalen Bootlegs eine Monopolstellung sichern.





