“Die Optik und Präsentation vieler Klassikprodukte spricht bestimmte Zielgruppen einfach nicht an. Deshalb versuchen wir mit,Classical Beauties“ etwas Neues“, berichtet Christian Kellersmann, General Manager Classics & Jazz bei Universal. Er selbst habe Fotos von F.C. Gundlach, stilprägender Mode- und Prominentenfotograf der 60er und 70er Jahre, zu Hause. So sei er auf die Idee gekommen, den Meister zu fragen, ob er seine klassischen Frauen-Porträts nicht für CD-Cover zur Verfügung stellen wolle. Der zeigte sich angetan, kramte aus seinem Archiv weitere Schätze heraus – und die Zusammenarbeit war perfekt.
Die ästhetischen Cover im Digipack sollen vor allem 20- bis 40-jährige Konsumenten „mit Affinität zu Lifestyle, Luxus, Design und Genuss“ ansprechen, die bislang wenig Kontakt zur klassischen Musik hatten. Die ersten vier CDs der Reihe erscheinen am 28. Januar und tragen die Titel „Evening Passions“, „Winter Memories“, „Sunset Illusions“ und „Sweet Daydreams“. Weltbekannte Virtuosen wie Martha Argerich, Alfred Brendel oder Mischa Maisky, berühmte Orchester und Dirigentengrößen von Herbert von Karajan bis Claudio Abbado interpretieren darauf Klassiker und weniger bekannte Werke von Joseph Haydn bis Edward Elgar.
„Auch beim Vertrieb bemühen wir uns, neue Wege zu gehen und alternative Outlets wie Modeläden als Partner zu gewinnen“, erzählt Kellersmann. Im Tonträgerhandel versuche Universal, die Produkte auch da zu platzieren, wo man Klassik nicht unbedingt erwarte. Die Reihe hat im Vorfeld bereits für ein großes Presseecho gesorgt – mit Beiträgen von „Bild + Funk“ bis „FAZ“. Am 14. Februar soll in Frankfurt eine „Yellow Lounge“-Veranstaltung steigen, mit Präsentation der CDs und von Gundlach-Fotos. Gundlach soll bei weiteren dieser trendigen Treffs zu klassischen Klängen im März in Hamburg und Berlin persönlich anwesend sein.
Im April, Juli oder August sowie im Oktober erscheinen jeweils vier weitere Alben in der Reihe. Kellersmann ist optimistisch, dass die Serie sich durchsetzt, zumal ungewöhnliche Klassikangebote von Universal stärkere Akzeptanz fänden. Dies treffe auf die anfangs kontrovers diskutierte Serie „… trifft…“ zu, in der bekannte Zeitgenossen die Werke eines Komponisten präsentieren.
Hier erschienen gerade die Folgen „Benjamin von Stuckrad-Barre trifft Brahms“ und „Dieter Wedel trifft Mozart“. In Vorbereitung sind „Christian Thielemann trifft Richard Strauss“ und Hildegard Knefs Mahler-Auswahl. Außergewöhnliche Klassikthemen haben Kellersmann und Co. auch fürs Frühjahr in petto: Die Reihe „Klassik international“ präsentiere Klänge unterschiedlicher Kulturen musikwissenschaftlich aufbereitet. Und das Projekt „Kochsalon“ soll in Kooperation mit dem Hamburger Restaurant eine ausgefallene Mischung aus Musik und Rezepten servieren.






