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CISAC und BIEM bitten Webportale an den grünen Tisch

Die europäischen Verwertungsgesellschaften CISAC und BIEM haben die Webportale YouTube und MySpace zu Verhandlungen über Lizenzen aufgefordert. In Schreiben an die beiden Internetstars weisen die Urheber auf die Wichtigkeit einer langfristigen Lösung hin.

Die europäischen Verwertungsgesellschaften CISAC und BIEM haben die Webportale YouTube und MySpace zu Verhandlungen über Lizenzen aufgefordert. Für die Verwendung von urheberrechtlich geschütztem Material wollen die Gesellschaften rückwirkend und für die Zukunft eine Lizenzierungslösung herbeiführen, die auch die Vergütung von verletzender Nutzung der Inhalte in der Vergangenheit beinhaltet.

In Schreiben an die beiden Internetstars weisen die Urheber auf die Wichtigkeit einer langfristigen Lösung hin. Die derzeit gängige Praxis, bei der Web-Dienste urheberrechtlich geschützte Inhalte von ihren Servern entfernen, sobald ein Rechteinhaber dies verlangt, helfe niemandem weiter.

„Rechteinhaber wollen, dass die Öffentlichkeit legalen Zugang zu ihren Werken erhält. Deshalb brauchen sie Vereinbarungen mit den Nutzern ihrer Werke, die sowohl die Kontrolle über diese Nutzung gewährleistet als auch eine angemessene Vergütung“, erklärte CISAC-Generaldirektor Eric Baptiste.

Obendrein könne es nicht angehen, dass die Rechteinhaber die Last tragen sollen und geschützte Inhalte, die bei YouTube oder MySpace gehostet werden, selbst identifizieren müssen. Doch Ronald Mooij, Generalsekretär der BIEM, gibt sich zuversichtlich, dass die beiden Firmen „ihrer Verantwortung in Urheberrechtsfragen nachkommen und sich auf einen Vergleich einigen werden“.

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