Circuit City, zweitgrößte Elektrofachhandelskette der USA und einer der sechs größten Musikhändler des Landes, muss sparen. 3500 Mitarbeiter wird das Unternehmen deshalb entlassen – und sie mit Personal ersetzen, das mit niedrigeren Löhnen zufrieden ist.
Von der Entlassungswelle sind 3400 Angestellte betroffen, die in den Filialen tätig sind. Es handle sich dabei um Kollegen, die „deutlich über dem Branchendurchschnitt“ bezahlt würden, ließ Circuit City mitteilen. Man werde die Stellen mit neuen Mitarbeitern besetzen, die zu den derzeit üblichen Durchschnittstarifen entlohnt werden. Mit diesen „aggressiven Maßnahmen“ werde man die Kostenstruktur anpassen, erklärte CEO Philip Schoonover.
Zudem wird der Händler seine IT-Abteilung auslagern und seine Technik künftig von IBM betreuen lassen. Dadurch fallen weitere 150 Angestellte weg, die zum Teil bei IBM übernommen werden sollen. Grund für diese radikalen Schritte ist die durchwachsene Jahresbilanz: Die Umsätze im Gesamtgeschäftsjahr seien nur um acht statt wie erwartet um zehn Prozent gestiegen. Auch der flächenbereinigte Umsatz sei mit sechs Prozent nur unter den Erwartungen gewachsen. Zudem hatte das Dezemberquartal Verluste gebracht. Die Jahresbilanz will Circuit City am 4. April präsentieren.





