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Cingular will zwei Dollar pro mobilem iTune verlangen

Dass Apple und Motorola am kommenden Mittwoch ihr iTunes-Handy präsentieren werden, daran zweifelt kaum noch jemand. Interessant sind jedoch die Details, die gerüchteweise schon im Vorfeld bekannt werden. So sollen sich mit T-Mobile, O2 und Cingular bereits Mobilfunkfirmen in drei großen Märkten zum mobilen Download à la Apple bekannt haben.

Dass Apple und Motorola am kommenden Mittwoch ihr iTunes-Handy präsentieren werden, daran zweifelt kaum noch jemand. Interessant sind jedoch die Details, die gerüchteweise schon im Vorfeld bekannt werden. So sollen sich mit T-Mobile, O2 und Cingular Wireless bereits Mobilfunkfirmen in den drei großen Märkten Deutschland, Großbritannien und USA zum mobilen Download à la Apple bekannt haben.

Zweifelten Insider anfangs noch daran, dass das Motorola-Gerät Downloads auch direkt über das Mobilfunknetz beziehen können wird, so gilt es nun als schlecht gehütetes Geheimnis, dass es gerade diese Funktionalität war, die die Netzprovider von Apple und Motorola gefordert hatten. Wenn Kunden ihre Musik am Computer kaufen, danach auf ihre Telefone übertragen und somit keine zusätzlichen Umsätze bei den Providern generieren, besteht schließlich für die Mobilfunkfirmen kein Anreiz, das Handy subventioniert in ihr Programm aufnehmen.

Nach Informationen der für gewöhnlich gut informierten Insider-Seite ThinkSecret wird das iTunes-Handy über ein Interface verfügen, das Nutzern den mobilen Zugriff auf den iTunes Music Store ermöglicht. Pro mobilem Download sollen dabei – zumindest in Kooperation mit dem US-Provider Cingular – zwei Dollar anfallen. Die vermutlich zusätzlich entstehenden Verbindungskosten dürften bei der Kundschaft jedoch kaum Jubelstürme auslösen. Cingular hinkt beim Ausbau seiner Funknetze auf Breitband noch deutlich hinterher, Downloads dürften also mitunter relativ lange dauern. Dennoch käme der Marktführer Cingular damit seinen Mitbewerbern Verizon und Sprint zuvor, die ebenfalls mobile Downloadangebote in Vorbereitung haben.

Auch der Speicherplatz auf dem iTunes-Handy soll wenig berauschend sein, heißt es. Angeblich wird es das Telefon in zwei Ausführungen mit entweder 256 oder 512 MB Flash-Speicher geben, was Platz für etwa 70 bzw. 140 Songs vermuten lässt. Da können andere Geräte längst mehr. Während eine Kooperation mit Apple und Motorola für Cingular den Einstieg ins mobile Musikgeschäft bedeuten würde, käme eine Zusammenarbeit mit T-Mobile oder O2 eher überraschend.

Beide Firmen betreiben bereits ihre eigenen mobilen Downloadangebote. Gegenüber Reuters ließ ein T-Mobile-Sprecher jedoch durchblicken, dass sich der Konzern von proprietären Lösungen verabschiedet hätte. Kunden könnten künftig im Downloadshop ihrer Wahl einkaufen. Wie T-Mobile dabei die Inkompatibilitäten der verschiedenen DRM-Systeme überwinden will, ist derzeit unklar.

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