Die negative Geschäftsentwicklung der Chrysalis Group im vergangenen Jahr hat für die Führungsetage des Konzerns finanzielle Auswirkungen. Vier der Executive Directors bei Chrysalis mussten dem „Guardian“ zufolge auf ihre jährliche Bonuszahlung verzichten. Davon erhielten mit Chairman Chris Wright, CEO Richard Huntingford sowie dem scheidenden Finance Director Nigel Butterfield drei leitende Manager bereits das zweite Jahr in Folge keinen Bonus.
Allerdings zahlte Chrysalis den Dreien höhere Gehälter als im Vorjahr. Huntingdon war mit 407.000 Pfund der bestbezahlte Manager, Wright verdiente 325.000 Pfund und Butterfield, der nach 30 Jahren in den Ruhestand geht, 310.000 Pfund. Der einzige Director des Unternehmens, der sich 2005 über einen Bonus freuen konnte, war Peter Lassman, CEO der Musik- und Buchvertriebssparte Lasgo Chrysalis. Die Bonuszahlungen werden bei Chrysalis als individuelle Incentives gezahlt und sind an das Erreichen festgelegter Geschäftsergebnisse in den einzelnen Sparten geknüpft.
Der Konzern erwirtschaftete im 2005 abgeschlossenen Geschäftsjahr in allen Geschäftsbereichen einen Umsatz in Höhe von 155,2 Mio. Pfund (umgerechnet 230 Mio. Euro) und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 164,2 Mio. Pfund (243 Mio. Euro). Während in der Musikdivision die Einnahmen auf 73,5 Mio. Pfund stiegen, verbuchte das Radiogeschäft wegen gesunkener Werbeeinnahmen einen Rückgang um 72 Prozent.





